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Ist GoBD-zertifizierte Software von Vorteil?

30.11.2022

Gerhard Schmidt

Gerhard Schmidt
Chefredakteur des "Forum Elektronische Steuerprüfung".

Wenn ein Wirtschaftsprüfer bestätigt, dass mit einer Software die in den GoBD genannten Ordnungsmäßigkeitskriterien erfüllt werden, dann muss ich weniger dokumentieren. Eine nahe liegende Überlegung. Doch was sagt ein GoBD-Zertifikat wirklich aus? Ziemlich wenig. Denn es handelt sich nicht um ein Positiv-Zertifikat (jede Anwendung ist GoBD-konform), sondern ein Nicht-negativ-Zertifikat (es gibt keine Anhaltspunkte, dass die Anwendung in jedem Fall nicht GoBD-konform ist). So wie die Straßenzulassung eines Kraftfahrzeugs kein Schutz vor Strafzetteln ist. Die korrekte Anwendung ist entscheidend.

Der Zertifizierer schaut der Software nicht „unter die Haube“ (Analyse des Programmcodes). Er macht mit ihr lediglich einige „Probefahrten“ (Tests). Mehr wäre für den Softwarehersteller kaum bezahlbar. So können auch keine aus dem Bereich der elektronischen Kassen bekannte „Zapper“ entdeckt werden, Programmfunktionen, die durch die Hintertür Manipulationen ermöglichen.

Und schließlich gelten Zertifikate nur für genau die untersuchte Softwareversion. Mit dem nächsten Update wird das Zertifikat ungültig. Das weiß auch der Zertifizierer und weist im Kleingedruckten des Zertifikats darauf hin.

Von Vorteil sind GoBD-Zertifikate für das Marketing des Softwareanbieters. Dem Anwender geben sie im Hinblick auf die Verfahrensdokumentation nichts Greifbares.

Oder haben Sie andere Erfahrungen?

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