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Newsletter Ausgabe 5-2010 vom
14. Mai 2010

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Woher kommen die höheren Mehrergebnisse bei der Betriebsprüfung?

 

Um über 17% sind die Mehrergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung von 2008 auf 2009 gestiegen auf 20,9 Mrd. €. Jeder Außenprüfer hat durchschnittlich rund 1,6 Mio. € hereingeholt, 300.000 € mehr als im Jahr zuvor. Das ist schon eine erstaunliche Zunahme. Wie ist die zu erklären? Eine Antwort darauf gibt der Bundesfinanzminister nicht.

Zwei Erklärungsmuster möchte ich erst einmal ausschließen. Erstens, dass die Finanzbeamten fleißiger geworden sind. Und zweitens, dass sie sich, was sehr ergiebig wäre, auf formale Buchführungsmängel gestürzt haben, etwa im Zusammenhang mit der Verfahrensdokumentation oder mit elektronischen Rechnungen. Das ist für die Prüfer doch noch zu großes Neuland. Das taugt erst in einigen Jahren als mögliche Erklärung.

Sofort ins Auge fällt, dass sich die Steuernachforderungen von Privatpersonen innerhalb des letzten Jahres mehr als verdreifacht haben. Das macht gut die Hälfte der Nachforderungen aus. Und die andere Hälfte?

Da drängt sich als Erklärung auf: Die Prüfungen wurden effizienter. Bei den geprüften Großbetrieben etwa stieg das Mehrergebnis um rund 10%, wobei deren Anzahl sogar um 2% sank. Die Ursachen für die Effizienzsteigerung sind nahe liegend: elektronische Prüfungen und das Risikomanagement bei der Auswahl der zu prüfenden Unternehmen. Dabei zeigt sich: Eine Fallauswahl nach qualitativen Kriterien (Risikohöhe) führt kurzfristig zu handfesten Ergebnissen. Dagegen ist die immer wieder zu hörende Logik "Mehr Prüfer bedeuten höhere Mehrergebnisse" fragwürdig. Wozu in der Breite Unternehmen prüfen, bei denen das Risiko von Steuerausfällen äußerst gering ist?

Interessant wäre natürlich, wie sich die Mehrergebnisse nach Bundesländern aufschlüsseln, denn auf den föderalen Wettbewerb bei der Außenprüfung legen diese ja besonderen Wert. Darüber berichtet der Bundesfinanzminister leider nicht.

Ihr Gerhard Schmidt

Rechtsprechung: Erstes Finanzgerichtsurteil zum Verzögerungsgeld

Die Richter des Finanzgerichts Schleswig-Holstein bestätigten, dass das Verzögerungsgeld nach § 146 Abs. 2b AO anders als beim Zwangsgeld nach § 335 AO selbst dann noch zu begleichen ist, wenn die Mitwirkungspflichten nachträglich erfüllt wurden. Setzt das Finanzamt ein Verzögerungsgeld in Höhe des Mindestbeitrags von 2.500 € fest, muss es die Festsetzung zudem nicht extra begründen.

Aus dem BMF:  Ergebnis der steuerlichen Betriebsprüfung 2009

Der Bundesfinanzminister veröffentlichte in seinem Monatsbericht vom April 2010 die Ergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung 2009. Die wesentlichen Punkte: Im Jahr 2009 waren 13.332 Prüfer im Einsatz. Die Außenprüfungen führten zu einem Mehrergebnis von 20,9 Mrd. € Im Durchschnitt wurden je Prüfer rund 1,57 Mio. € Mehrergebnis erzielt. Von den 8.390.722 in der Betriebskartei der Finanzämter erfassten Betrieben wurden 206 524 Betriebe geprüft.

Praxisbeispiele: Technische Vorbereitung einer digitalen Lohnsteueraußenprüfung in SAP ERP / HCM (Bernd Nowack)

Ziel und Zweck des Artikels ist es, eine erste Wegweisung zu geben, wie eine Umsetzung mit SAP-Standardtools für die digitale Lohnsteueraußenprüfung aussehen kann. Am Beispiel einer Prüfung in SAP ERP / HCM wird skizziert, welche Schritte notwendig sind, um einem Steuerprüfer den Zugriff nach AO §147 Abs. 6 in SAP zu ermöglichen. Darüber hinaus sind diese Anmerkungen auch für Betriebsprüfungen nützlich, weil auch auf die Nutzung von SAP DART eingegangen wird, das für die Bereitstellung der Finanzbuchhaltungsdaten und anderer steuerlich relevanter Daten genutzt wird.

Verlosung: Karten für Seminar und Kongress "Das Elektronische Rechnungswesen" am 16. Juni 2010 in Frankfurt

Zwei kostenlose Eintrittskarten für den 4. Kongress "Das Elektronische Rechnungswesen" am 16. Juni 2010 in Frankfurt hat der Veranstalter den Lesern des Newsletters dieses Forums zur Verfügung gestellt. Bei der Veranstaltung mit dem Untertitel "Wie Verantwortliche aus Einkauf und Finanzen Effizienzpotenziale im Rechnungswesen realisieren" können die Teilnehmer anhand von erfolgreich umgesetzten Projekten ein genaueres Bild von den aktuellen Möglichkeiten des elektronischen Rechnungswesens gewinnen sowie geeignete Lösungsangebote anhand von Erfahrungen aus der Praxis bewerten.

Elektronische Rechnungen: EU-Parlament will Signaturpflicht aus Mehrwertsteuersystemrichlinie (MwStSysRL) streichen

Das EU-Parlament hat am 05.05.2010 für eine Änderung der Mehrwertsteuersystemrichlinie (MwStSysRL) votiert. Dabei sollen alle einschränkenden Regelungen für elektronische Rechnungen ersatzlos gestrichen werden. Insbesondere soll Artikel 233 entfallen, der bislang für elektronische Rechnungen ein fortgeschrittene elektronische Signatur oder das EDI-Verfahren forderte.

Literatur: IT-Servicemanagement - Compliance und Wirtschaftlichkeit in der IT (Oliver Bartsch / Markus Lindinger (Hrsg.))

Im Zentrum des bei TÜV Media erschienenen Handbuchs steht die Frage nach der effizienten und kostenoptimalen Organisation der IT. Es wendet sich an IT-Leiter, IT Service Manager sowie an alle, die intern oder extern IT-Serviceleistungen erbringen. Um den wichtigsten Aspekten des Themas gerecht zu werden, wurde der Stoff in folgende Themenblöcke unterteilt: IT-Governance und IT Compliance, IT-Servicemanagement nach ISO/IEC 20000, ITIL, Controlling, Industrialisierung und Sourcing-Strategie sowie Mitarbeiterschulung und Changemanagement. Eine Darstellung wichtiger Technologien sowie eine Übersicht über relvante Normen, Standards und sonstige Regelwerke komplettieren das Werk.

Diskussion: Aktuelles aus der XING-Gruppe "Elektronische Steuerprüfung"

Pressespiegel / Linktipps: Aktuelle Berichterstattung anderer Medien

* Bald stellt der Fiskus sein Prüfverfahren um (Ärzte Zeitung online)
* E-Rechnung: Wehe wenn die Steuerprüfung kommt (COMPUTERWELT)
* IT-Compliance: Spagat zwischen zu viel und zu wenig Kontrolle (ZDNet)
* Banken mangelt es an Compliance (boersen-zeitung.de)
* In der Krise blüht die Korruption (Frankfurter Neuen Presse)
* Mitarbeiter-Daten compliance-konform kontrollieren (IT-BUSINESS)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* Qualitätssicherung mit DATEV ProCheck und DATEV Abschlussprüfung (DATEV): 20.05. Köln, 21.05. Frankfurt, 27.05. Hannover, 28.05. Berlin
* Möglichkeiten und Grenzen quantitativer Methoden in der Wirtschaftsprüfung / Steuerberatung und internen Revision (DFDDA): 07.06. Deggendorf
* Praktikerseminar zur Optimierung des Kanzleihandbuches (audicon): 08.06. Düsseldorf, 10.06. Hamburg, 22.06. München, 24.06. Düsseldorf, 17.09. Düsseldorf, 23.09. Hamburg, 07.10. München
* 5. Praxisforum GDPdU (GISA): 10./11.06. Berlin
* GS1 Praxistag Elektronische Rechnung (GS1 Germany): 17.06. Köln
* Elektronische Kassenbetriebsprüfung (Datev): 22.06. Berlin, 24.06. Düsseldorf, 13.07. Hamburg, 15.07. Nürnberg
* Die steuerliche Betriebsprüfung (TAW): 16.09. Wuppertal, 07.10. Wuppertal

Audicon: Praktikerseminar zur Optimierung des Kanzleihandbuchs

Ist Ihr Kanzleihandbuch peer review-tauglich? Finden Sie es heraus: In dem neuen Praktikerseminar zur Optimierung des Kanzleihandbuchs von Audicon. Hier lernen Sie, wie Sie den Umfang Ihres Kanzleihandbuchs reduzieren und gleichzeitig die Qualität Ihrer Dokumentation steigern können.

DATEV: Veranstaltung "Elektronische Kassenbetriebsprüfung"- Insider-Tipps und Know-how

Kassenintensive Betriebe arbeiten oft mit einer elektronischen Registrierkasse. Doch weil sie leicht zu manipulieren ist, prüft das Finanzamt sie sehr genau. Ein Betriebsprüfer und ein Steuerberater zeigen, wie man sich darauf vorbereitet.

GISA: Herausforderung "E-Bilanz" - Lösungsvorschläge auf dem GDPdU Praxisforum am 10. und 11. Juni

Viele Unternehmen sind noch uninformiert und kennen diese Anforderungen nicht. Geschweige, dass schon Lösungsansätze vorhanden sind. Wieder eine Anforderung der Finanzverwaltung, die die Unternehmen vor eine große Herausforderung stellt. Eine Möglichkeit zur Information bietet das GISA GDPdU Praxisforum am 10. und 11. Juni in Berlin. Hier wird das Thema von Experten, Unternehmen und Vertretern der Finanzverwaltung diskutiert und erste Lösungsansätze werden vorgestellt.

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