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Herausforderung "E-Bilanz" - Lösungsvorschläge auf dem GDPdU Praxisforum am 10. und 11. Juni

Die Einführung der elektronischen Übermittlung von Jahresabschlüssen stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen

10.05.2010

Viele Unternehmen sind noch uninformiert und kennen diese Anforderungen nicht. Geschweige, dass schon Lösungsansätze vorhanden sind. Wieder eine Anforderung der Finanzverwaltung, die die Unternehmen vor eine große Herausforderung stellt. Eine Möglichkeit zur Information bietet das GISA GDPdU Praxisforum am 10. und 11. Juni in Berlin. Hier wird das Thema von Experten, Unternehmen und Vertretern der Finanzverwaltung diskutiert und erste Lösungsansätze werden vorgestellt.

Zu den Hintergründen:

Das im Dezember 2008 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Steuerbürokratieabbaugesetz sieht unter Anderem die Verpflichtung vor, dass bilanzierende Unternehmen ihre Jahresab-schlüsse (für Wirtschaftsjahre die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen) standardisiert elektronisch übermitteln (§§ 5b, 51 Absatz 4 Nummer 1b EStG) müssen. Durch diese Maßnahme soll ein nachhaltigen Abbau unnötiger Bürokratie gefördert werden.

In der Praxis können die Unternehmen diese Anforderungen in den derzeit geforderten Fristen nicht umsetzen. Bislang gibt es auch noch keine oder nur wenig Lösungsansätze der Software-hersteller. Des Weiteren werden bei den meisten Unternehmen die Jahresabschlüsse und Bilanzen nicht per Knopfdruck aus den ERP Systemen erzeugt. Vielmehr werden diese Außerhalb dieser Lösungen erstellt. Besonders bei großen Unternehmen und Konzernen wird der Jahresabschluss zum Teil aus mehreren SAP Systemen konsolidiert abgebildet.

Um das Verfahren dennoch fristgerecht umsetzen zu können, wurde im Rahmen des Bund-Länder-Vorhabens KONSENS (Koordinierte neue Software-Entwicklung für die Steuerverwaltung) die Konzeption und Realisierung der Übermittlung der Jahresabschlüsse nach § 5b EStG das Projekt Elektronische Bilanz (E-Bilanz) gegründet. In diesem Projekt wurde entschieden, für die Datenübermittlung den Standard XBRL (eXtensible Business Reporting Language) zu verwenden.

Vertretern der Wirtschaft und der steuerberatenden Berufe sind derzeit dabei die fachlichen und technischen Grundlagen für die elektronische Übermittlung in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Verwaltung und des Vereins XBRL Deutschland e.V. zu erarbeitet. Es wurden zwei Unterarbeitsgruppen eingerichtet. Die fachlichen Grundlagen für den zu übermittelnden Datensatz werden von der sog. Fach-AG Taxonomie Steuer erarbeitet, während die technischen Grundlagen die sog. IT-AG Taxonomie Steuer behandelt.

Ein erster Entwurf für XBRL-Übermittlungen (an den elektronischen Bundesanzeiger existierende Datenschema, HGB-Taxonomie 3.0 ) wurde bereits überarbeitet und um für die steuerliche Deklaration erforderliche Positionen ergänzt. Der überarbeitete Entwurf wird im 2. Quartal des Jahres fertig gestellt werden.

Obwohl alle Arbeitsgruppen sehr engagiert an der Umsetzung arbeiten, bleibt den Unternehmen kaum Zeit die Anforderungen umzusetzen. Die Unternehmen sind gut beraten sich diesem Thema  schnellstmöglich anzunehmen.

Autor: Renato Herrmann, GISA GmbH

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