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Newsletter Ausgabe 3-2010 vom
24. März 2010

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Griechische Perspektiven?

 

Zumindest auf dem Papier ist Griechenland entschlossen zu handeln. Der aktuelle griechische Gesetzentwurf zur ab 2011 geltenden Steuerreform sieht eine Fülle drastischer Maßnahmen vor. Konzentrieren wir uns auf die im Zusammenhang mit der elektronischen Steuerprüfung relevanten: Transaktionen zwischen Unternehmen müssen grundsätzlich über Geschäftskonten abgewickelt werden. Transaktion zwischen Privatpersonen und Unternehmen dürfen nur bis zu einem Betrag von 1.500 Euro in bar abgewickelt werden. Zwischen Unternehmen ausgetauschte Rechnungen über 3.000 Euro müssen elektronische Rechnungen sein. Werden Kassensystemen eingesetzt, sind alle Unternehmen verpflichtet, nur Rechnungen von zertifizierten Kassen herauszugeben. Die Steuerbehörden bekommen direkten Zugriff auf die elektronischen Daten.

Ein Traum für jede Finanzverwaltung. Für die griechische soll er bald Realität werden. Für die deutsche bleibt einiges davon einstweilen noch ein Traum. Ein vergleichbarer Gesetzentwurf hätte bei uns heute keine Chance. Doch das Ziel wird vom deutschen Fiskus dennoch konsequent angepeilt: Wo immer möglich, werden aufwändige manuelle Prüfungen durch effiziente elektronische ersetzt. Wo immer möglich wird zeitnah auf eine möglichst große Menge steuerlich relevanter Unternehmensdaten zugegriffen. Der heute rechtlich zulässige Spielraum ist groß. Man stelle sich nur einmal vor, in jedem Unternehmen würde jedes Jahr eine Umsatzsteuersonderprüfung mit Datenträgerüberlassung durchgeführt. Eine lückenlose und mindestens jahresaktuelle Datenbank mit allen in Deutschland verschickten und empfangenen Rechnungen könnte aufgebaut werden. Das wäre schon ziemlich nahe dran an den künftigen griechischen Möglichkeiten. Fehlt nur noch der jederzeitige direkte Zugriff auf das Rechnungswesen des Unternehmens aus dem Finanzamt. Denn unmittelbaren Datenzugriff - allerdings beschränkt auf den Zeitraum einer Außenprüfung - haben wir schon. Ob der Prüfer dabei im Unternehmen oder im Finanzamt sitzt - was er (noch) nicht darf, ist unerheblich, da es keinen Einfluss auf seine Zugriffsmöglichkeiten hat. Was einzig noch fehlt ist, dass das Finanzamt jederzeit auf die Unternehmensdaten zugreifen darf.

Andererseits: Wird nicht auch von Unternehmensseite das Interesse an zeitnahen Betriebsprüfungen immer größer, was immer auch mit zeitnahen Datenzugriffen verbunden ist?

Das, was die Griechen in ihrem Gesetzentwurf formuliert haben, scheint mir - schon lange davor - Vision des deutschen Fiskus zu sein. Darauf bewegt er sich langsam aber zielstrebig zu.

Ihr Gerhard Schmidt

Für Steuerberater: GDPdU – praktische Umsetzung in der Steuerkanzlei (Günter Hässel)

Der Steuerberater muss nicht nur für seine eigene Kanzlei eine eine GDPdU-Lösung haben, sondern insbesondere seine Mandanten bei ihrer GDPdU-Lösung unterstützen. Die Bandbreite für den Dialog mit seinen Mandanten ist groß und reicht von der einfachen Information bis zur qualifizierten Beratung. Was immer er mit dem Mandanten vereinbart, er sollte es nur auf der Basis eines schriftlichen Auftrages mit genauer Honorarvereinbarung tun.

Elektronische Rechnungen: Neue Initiative fordert Bagatellregelung für elektronische Rechnungen

Elektronische Rechnungen müssen mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein, damit sie zum Vorsteuerabzug berechtigen. Von der Signaturpflicht ausgenommen sind nur Online-Fahrausweise wie Bahn- oder Flugtickets. Diese Ausnahmeregelung auf alle elektronischen Rechnungen bis zu einem Betrag von 1.000 Euro zu erweitern, fordert die Initiative "Bagatellregelung für elektronische Rechnungen - Verzicht auf Signatur". Durch eine solche Regelung könnte die deutsche Wirtschaft um einen Milliardenbetrag entlastet werden. Gestartet wurde die Initiative Anfang März 2010 vom Portal rechnungsaustausch.org (www.rechnungsaustausch.org). Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen sind aufgerufen, die Initiative zu unterstützen.

Elektronische Rechnungen: EU: Pflicht zur elektronischen Signatur elektronischer Rechnungen soll entfallen

Der für Finanzen zuständige Ausschuss des EU-Ministerrats hat am 16. März 2010 eine Änderung der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006) beschlossen. Danach sollen Papierrechnungen und elektronische Rechnungen gleich behandelt werden wobei und die Anforderungen an Papierrechnungen nicht steigen dürfen. Die Pflicht zur elektronischen Signatur elektronischer Rechnungen entfällt. Das Europäische Parlament muss dieser Änderung noch zustimmen. Zurzeit ist vorgesehen, dass das Europäische Parlament am 21. April über die Direktive entscheidet. Die Mitgliedsstaaten müssten sie bis Ende 2012 in nationales Recht umgesetzt haben, das ab 1.1.2013 gelten soll.

Aus den OFDs/LfSts: Eckpunkte für die Durchführung einer zeitnahen Prüfung von Großbetrieben und Konzernen (OFD Koblenz)

Die OFD Koblenz informiert in einer 12-seitigen Broschüre über die zeitnahe Betriebsprüfung. Darin wird folgenden Fragen nachgegangen: Wo liegen die Vorteile einer "zeitnahen Betriebsprüfung"? Was kann die Finanzverwaltung tun? Was kann das Unternehmen tun? Enthalten ist auch ein Beispielformular für eine steuerliche Selbstauskunft des Unternehmens.

Rechtsprechung: Finanzamt darf von Rechtsanwälten und Steuerberatern mandantenbezogene Unterlagen in neutralisierter Form verlangen

Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 28. Oktober 2009 entschieden, dass ein Rechtsanwalt und Steuerberater im Rahmen einer ihn persönlich betreffenden Außenprüfung die Vorlage von mandantenbezogenen Unterlagen nicht aufgrund seiner gesetzlichen Pflicht zur Wahrung des Berufsgeheimnisses verweigern darf, wenn das Finanzamt die Unterlagen lediglich in neutralisierter Form verlangt. Eine Außenprüfung ist auch bei Personen zulässig, die kraft Gesetzes Berufsgeheimnisse wahren müssen; ein Rechtsanwalt und Steuerberater muss deshalb grundsätzlich bei der Ermittlung der steuerrelevanten Sachverhalte mitwirken.

Management: PwC-Studie: Unternehmen vernachlässigen Compliance

Die meisten deutschen Großunternehmen verzichten noch immer auf ein Compliance-Programm. Wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufzeigt, haben 56 Prozent von 500 befragten Unternehmen keine konsistenten Richtlinien und Methoden zur Abwehr von Wirtschaftskriminalität und Durchsetzung ethischer und rechtlicher Standards etabliert. Bei mehr als jedem zweiten dieser Unternehmen steht die Einführung eines Compliance-Programms auch mittelfristig nicht auf der Agenda.

Management: IHK-Umfrage zu "Compliance": Unbekannt, unterschätzt, erschreckend

"Das Ergebnis ist besorgniserregend", so das Fazit einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz zum Thema Compliance. "Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung des Themas für die betriebliche Praxis und die Gefahr gravierender Schäden für das eigene Geschäft", ist Heiko Lenz, Jurist im Geschäftsbereich Recht und Fair Play, überzeugt.

Literatur: Compliance im IT-Outsourcing (Kian Mossanen)

Die Studie eröffnet eine neue Perspektive auf das IT-Outsourcing unter der Berücksichtigung von Compliance. Anhand eines deduktiv gebildeten Rasters zur konzeptionellen Erfassung des Untersuchungsfeldes wurde ein Bezugsrahmen zur Beachtung von Compliance im IT-Outsourcing entwickelt. Dieser stützt sich auf explorativ-empirische Analysen, welche zur Identifikation der relevanten Compliance-Anforderungen durchgeführt wurden. Der Bezugsrahmen liefert, unter der Angabe von Zielen, Bedingungsfaktoren und Aktionsparametern, eine Gestaltungsgrundlage für die Unternehmenspraxis.

Verlosung: Karten für "Elektronischer Rechnungstag 2010" am 22. April in Köln

Drei kostenlose Eintrittskarten für den „Elektronischer Rechnungstag 2010“ am 22. April in Köln hat der Veranstalter den Lesern des Newsletters dieses Forums zur Verfügung gestellt. Der "Elektronische Rechnungstag" ist eine eintägige Konferenz mit ergänzendem Pre-Konferenz-Workshop zum Konzept und der Umsetzung von elektronischen Rechnungen im Geschäftsverkehr. Verschiedene Experten diskutieren anhand von Fachvorträgen und Best-Practice die Potentiale und Möglichkeiten, die sich Unternehmen heute durch die Einführung elektronischer Rechnungsstellung bieten. Die Eintrittskarten werden am 10. April 2010 unter allen Interessenten verlost.

Diskussion: Aktuelles aus der XING-Gruppe "Elektronische Steuerprüfung"

Pressespiegel / Linktipps: Aktuelle Berichterstattung anderer Medien

* E-Mail-Archivierung: Antworten auf die wichtigsten Rechtsfragen (COMPUTERWOCHE)
* Steuerberater fürchten um Berufsgeheimnis (FTD)
* Wenn der Steuerprüfer jährlich klingelt (WELT ONLINE)
* Steuersünder: Wenn Fahnder zu Cowboys werden (Handelsblatt)
* Compliance Management: Dreck am Stecken (FTD)
* Wenn der Steuerprüfer kommt (FTD)
* Millionäre werden selten geprüft (FR-online)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* Workshop zur Konsolidierung des Jahresabschlusses (DATEV): 30./31.03. Ingolstadt
* Sicher durch die externe Qualitätskontrolle mit den Lösungen der DATEV (DATEV): 12.04. Nürnberg, 13.04. Stuttgart, 19.04. Köln, 20.04. Frankfurt, 26.04. Berlin, 27.04. Hannover
* Seminar Elektronischer Rechnungstag 2010 (ECM World): 21.04. Köln
* Konferenz Elektronischer Rechnungstag 2010 (ECM World): 22.04. Köln
* Prüfer-Zirkel Neue Herausforderungen an den Wirtschaftsprüfer bei der Jahresabschlusserstellung und -prüfung (DATEV): 26.04. Nürnberg, 27.04. Ulm, 28.04. Baden-Baden, 29.04. Weinheim, 03.05. Köln, 05.05. Hannover, 06.05. Dresden
* 5. Praxisforum GDPdU (GISA): 10./11.06. Berlin
* GS1 Praxistag Elektronische Rechnung (GS1 Germany): 17.06. Köln

DATEV: DATEV Prüfer-Zirkel informiert über die neuen Herausforderungen an den Wirtschaftsprüfer bei der Jahresabschlusserstellung und -prüfung

Nachdem zum Beispiel das IDW die Berufsgrundsätze für die Erstellung von Jahresabschlüssen durch Wirtschaftsprüfer neu gefasst hat und das BilMoG endgültig verabschiedet wurde, ist eine intensive Beschäftigung mit den Veränderungen und Übergangsregelungen unabdingbar. Diese Änderungen erfordern zusätzlich eine kurzfristige Überarbeitung und Aktualisierung Ihres kanzleieigenen Qualitätssicherungssystems. Mit dieser halbtägigen Veranstaltung erhalten Sie von WP/StB Dr. Wolf-Michael Farr wertvolle Informationen über die neuen Herausforderungen und wie Sie diese in der Praxis umsetzen. Zusätzlich erfahren Sie, wie Sie DATEV dabei unterstützt.

Audicon: Einfacher Datenexport aus SAP: SmartExporter ist da!

Audicon präsentiert SmartExporter - die neue Software-Lösung für den Export großer Datenmengen aus SAP. Damit gelangen Anwender schnell und einfach und genau die SAP-Daten, die sie für ihre Analysen benötigen: SmartExporter unterstützt sie optimal bei der technisch anspruchsvollen Auswahl der SAP-Daten. Darüber hinaus kann die Lösung in IDEA und AIS TaxAudit Professional integriert werden.

GISA: Das Praxisforum GDPdU der GISA geht in die fünfte Runde

Nach vier erfolgreichen Veranstaltungen, lädt die GISA im Juni 2010 erneut zum Erfahrungsaustausch. Um Ihnen gezielt die Themen anzubieten, die Sie interessieren, geben wir Ihnen die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung der Agenda zu beteiligen. Unsere Umfrage ermittelt Ihren aktuellen Bedarf , damit wir Ihnen wertvolles Know-how bieten können, welches Sie in der Praxis wirksam unterstützt. Gern nehmen wir auch Ihre  Erfahrungsberichte entgegen.

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