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Bekommen wir immer schlechtere Betriebsprüfer?

Editorial des Email-Newsletters 04-2018 vom 13.04.2018

13.04.2018

Gerhard Schmidt

Gerhard Schmidt 
Chefredakteur des "Forum Elektronische Steuerprüfung".

 

Hunderte versierte Beamte wechseln jährlich die Seiten: von der Finanzverwaltung in Kanzleien. Das berichtet die Wirtschaftswoche (siehe Pressespiegel in diesem Newsletter). Allein in Bayern ließen sich 2017 insgesamt 255 Beamte entlassen. Ein Ausbluten der Finanzverwaltung droht. Das muss uns in zweierlei Hinsicht zu denken geben. Einmal ganz allgemein als Staatsbürger: Wer soll zukünftig die mehr als 750 Milliarden Euro Steuern eintreiben, aus denen unser Staatswesens finanziert wird? Zum anderen speziell im Kontext der in diesem Forum im Mittelpunkt stehenden Steuerprüfung. Dass mit weniger Personal weniger Außenprüfungen stattfinden können, mag manch Unternehmen freuen. Wenn es aber dazu kommt, dann wird es immer wahrscheinlicher, mit einem frustrieten und demotivierten Prüfer konfrontiert zu sein. Einem, der es sich möglichst einfach macht, der, um schnell zu einem Mehrergebnis zu kommen, auf unbedeutenden formellen Mängeln herumreitet, weil es ihm zu mühsam ist, materielle Missstände aufzuspüren und zu begründen. Solche Prüfer können nicht in unserem Interesse sein. Qualifizierte, gut bezahlte Prüfer mit Blick für das Wesentliche sind mir als Unternehmer da wesentlich lieber. Und auch als steuerehrlicher Staatsbürger, der Wert auf eine gerechte und gleichmäßige Besteuerung legt.

Ihr Gerhard Schmidt

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