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Längerer Prüfungsturnus durch elektronische Steuerprüfungen?!

Editorial des Email-Newsletters 04-2008 vom 11.04.2008


Gerhard Schmidt

Sollten mit der elektronischen Steuerprüfung die Prüfungsintervalle nicht in kürzer werden? Weit gefehlt! Das Gegenteil ist der Fall, wie die jüngste Statistik des BMF mit den Ergebnissen der steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2006 zeigt. Je kleiner das Unternehmen, desto länger wurde in den letzten Jahren der Prüfungsturnus. So hat er bei Mittelbetrieben in drei Jahren von 12,55 Jahren auf 13,3 Jahre zugenommen. Bei Klein- und Kleinstbetrieben ist er im selben Zeitraum von 50,4 auf 53,4 Jahre gestiegen. Die letzte Zahl weist das BMF in seiner Aufstellung zwar nicht aus, weil viele Kleinstbetriebe hinsichtlich ihrer Prüfungsbedürftigkeit von untergeordneter Bedeutung seien und somit Angaben zur Prüfungsfrequenz ohne Aussagewert. Doch die Tendenz zu größerem zeitlichen Abstand zwischen zwei Prüfungen zeigt sie allemal auf. Wie ist das zu erklären? Sind die Außenprüfer von ihrer Prüfsoftware IDEA so begeistert, dass sie gar nicht mehr aufhören wollen, damit zu prüfen? Das müsste sich dann aber auch in den Mehrergebnissen widerspiegeln. Doch die gehen ebenfalls zurück. Ist es mit elektronischen Prüfungen in der Praxis also doch nicht so weit her? Oder zeigt sich, dass elektronische Prüfungen auch nicht schneller sind und auch nicht mehr bringen als konventionelle? Wozu dann der ganze Aufwand? Vielleicht ist IDEA ja für einen deutschen Finanzbeamten so unergründlich, dass er damit nach nur vier Jahren Üben und Einarbeiten 2006 immer noch nicht zurecht kommt? Oder der föderale Wettbewerb im schonenden Prüfen hat an Schärfe zugenommen? Rätsel über Rätsel! Was spekulieren Sie?

Ihr Gerhard Schmidt

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