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Newsletter Ausgabe 4-2013 vom
22. April 2013

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Ade GDPdU!

 

Fast zwölf Jahre haben wir uns nun schon an dir abgearbeitet, haben über dich diskutiert und gestritten und uns schließlich an dich gewöhnt. Nun, liebe GDPdU, naht dein Ende. Falls es dich tröstet: du wirst im Abgang nicht allein sein. Deine ältere Schwester GoBS erwartet das selbe Schicksal. Doch euer Geist soll ja weiterleben und ihr werdet zusammen als GoBD wieder auferstehen. So der Wille eurer Mutter, der Finanzverwaltung.

GoBD? Ja: "Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen
und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff". Wie lange werden wir wohl brauchen, bis uns dieses Namensmonster flott von der Zunge geht? Und wofür steht das Akronym überhaupt?

Die GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) von 1995 waren längst in die Jahre gekommen und dringend renovierungsbedürftig. So wurde die AWV (Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung) aktiv, entwickelte die GoBIT (Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beim IT-Einsatz) und legte diese dem Bundesfinanzministerium vor in der Erwartung, dass diese dort wie seinerzeit die GoBS in ein Anwendungsschreiben übernommen werden. Doch die Finanzverwaltung hatte andere Pläne und verfasste einen eigenen Text. Dieser soll die GoBS, die GDPdU sowie die "Fragen und Antworten zum Datenzugriffsrecht der Finanzverwaltung" bündeln. Der Entwurf des neuen Schreibens wurde vor wenigen Tagen den Verbänden zur Kommentierung übergeben. Mit sportlich gesetzten Fristen. Und so können wir uns hier vielleicht schon in einem der nächsten Newsletter mit den dann veröffentlichen neuen GoBD genauer auseinandersetzen.

Ihr Gerhard Schmidt

Aus dem BMF: Entwurf: Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)

Die GoBD sollen die GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) von 1995, die GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) von 2001 sowie die "Fragen und Antworten zum Datenzugriffsrecht der Finanzverwaltung" bündeln. Nach einer verbandsöffentlichen Kommentierungsphase werden die GoBD voraussichtlich im Sommer 2013 als BMF-Schreiben veröffentlicht.

Aus dem BMF: Umsatzsteuer-Sonderprüfung führte 2011 zu Mehrergebnissen in Höhe von fast 2 Mrd. Euro

Nach den statistischen Aufzeichnungen der obersten Finanzbehörden der Länder haben die im Jahr 2012 durchgeführten Umsatzsteuer-Sonderprüfungen bei der Umsatzsteuer zu einem Mehrergebnis von rund 2,3 Mrd. Euro geführt. Im Jahr 2012 wur­den 91.198 Umsatzsteuer-Sonderprüfungen durchgeführt. Im Jahresdurchschnitt waren 1.904 Umsatzsteuer-Sonderprüfer eingesetzt. Jeder Prüfer führte im Durchschnitt 48 Sonderprüfungen durch. Dies bedeutet für jeden eingesetzten Prüfer ein durchschnittliches Mehrergebnis von knapp 1,2 Mio. Euro.

Rechtsprechung: Begründung des Entscheidungsermessens bei der Festsetzung eines Verzögerungsgeldes

Das Urteil des Finanzgerichts Schleswig-Holstein vom 5. Dezember 2012 behandelt die Frage des Erfordernisses der Darlegung von Ermessenserwägungen bei der Festsetzung eines Verzögerungsgeldes von 2.500 €. Der Klage eines Unternehmens gegen das Finanzamt wurde dabei stattgegeben. Die Voraussetzungen für die Festsetzung eines Verzögerungsgeldes lagen
zwar unstreitig vor, jedoch wurde das Entschließungsermessen weder im Festsetzungsbescheid vom noch in der Einspruchsentscheidung ausreichend begründet.

Literatur: Das Bundessteuergesetzbuch in der Diskussion (Paul Kirchhof (Hrsg.))

Eine Heidelberger Forschungsgruppe hat den Text einer grundlegenden Erneuerung des deutschen Steuerrechts erarbeitet, das das deutsche Vielsteuersystem auf vier Steuern – auf das Einkommen, den Umsatz, die Erbschaft und den Verbrauch – zurückführt, die vielen tausend Paragraphen auf 146 Gesetzes- und 91 Verordnungsvorschriften zurücknimmt. In der aktuellen Debatte über ein vereinfachtes, maßvolles Steuerrecht bietet der im Nomos Verlag erschienene Heidelberger Entwurf ausformulierte Lösungsvorschläge, die in einer Diskussion von Steuerrechtsexperten – Professoren, Finanzrichter, Verwaltungsbeamte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – kritisch erörtert, in ihrer freiheitlichen Konzeption und ihren praktischen Auswirkungen beurteilt worden sind. In dieser Debatte wurde insbesondere empfohlen, die Reform mit der Erbschaftsteuer und der Umsatzsteuer zu beginnen.

Pressespiegel: Aktuelle Berichterstattung anderer Medien

* Warum Deutschland eine Finanzpolizei braucht (Süddeutsche.de, 09.04.2013)
* Datendiebstahl als häufigstes Delikt (derStandard.at, 08.04.2013)
* So beugen Sie der Steuerprüfung vor (DeutscheHandwerksZeitung, 02.04.2013)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* Elektronische Kassenbetriebsprüfung - Praxiserfahrungen von Betriebsprüfern und Steuerberatern (Datev):23.04. Hamburg.

* Effiziente Datenprüfung Ihrer Mandanten (Datev): 29.04. Frankfurt, 30.04. Stuttgart, 13.05. Hamburg, 14.05. Berlin.

* UFW-Fachtagung 2013 (Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften): 03.05. Ulm.

* Blockschulung IDEA/AIS TaxAudit Professional(Audicon):14.-17.05. Düsseldorf, 25.-28.06. München, 09.-12.07. Stuttgart.

* Digitale Datenanalyse - Fach- und Praxiswissen kompakt (Datev):04.-06.06. Hamburg, 08.-10.07. Nürnberg.

* 8. Praxisforum GDPdU - Digitale Betriebsprüfung und E-Bilanz in der Praxis (GISA): 13.-14.06. Berlin

Audicon: audiconale 2013: jetzt Premiumrabatt sichern

Am 23./24.09.2013 findet die audiconale 2013 im Maritim Hotel Düsseldorf statt. Auf der Fachkonferenz dreht sich auch in diesem Jahr wieder alles um aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Audit, Risk und Compliance. Frühbucher profitieren noch bis Anfang Juni von einem  Premiumrabatt.

GISA: Workshop zum Thema GDPdU und E-Bilanz

Die GISA veranstaltet im Juni in Berlin bereits zum achten Mal das Praxisforum GDPdU und E-Bilanz. In dem zweitägigen Workshop steht der Erfahrungsaustausch im Vordergrund - "Von Unternehmen - für Unternehmen". Seien Sie dabei und tauschen Sie sich mit Unternehmen und der Finanzverwaltung zu Ihren Erfahrungen zur GDPdU, Rechtsgrundlagen zur elektronischen Rechnungslegung, Prüfungen Kassensysteme, Lösungsszenarien sowie weiterer Neuerungen aus der Finanzverwaltung und zur E-Bilanz aus.

DATEV: UFW-Fachtagung 2013 in Ulm - DATEV Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung vor Ort

Am 3. Mai 2013 findet  an der Universität Ulm die UFW-Fachtagung 2013  statt. In diesem Jahr wird  Herr Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble zum Thema "Gerüstet für das Zeitalter der Globalisierung - Zur Bedeutung einer einheitlichen europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik für die Zukunft Europas" referieren. Im Anschluss an den Vortrag von Herrn Dr. Schäuble findet eine Fragerunde statt, welche von Herrn Dipl.-Kfm. Georg Giersberg, Wirtschaftsredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, moderiert wird. Der Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung aus dem Hause DATEV ist wieder mit einem eigenen Infostand vertreten.

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