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Newsletter Ausgabe 1-2012 vom
31. Januar 2012

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Geschichtsvergessenheit

 

Verwundert reibe ich mir die Augen. Wir starten ins elfte Jahr GDPdU und dann taucht in der Gruppe "Elektronische Steuerprüfung" bei XING plötzlich eine Diskussion (siehe dort) auf über ein ERP-System, das Stammdaten überschreibt und nicht wie von den GDPdU gefordert historisiert verwaltet.

Irritiert frage ich mich: Warum fällt das in einem Unternehmen erst jetzt auf? Was ist mit den Kunden des ERP-Herstellers los, dass sie es sich ein Jahrzehnt gefallen lassen, mit einem nicht-gdpdu-fähigen System arbeiten zu müssen? Warum zeigt ein ERP-Hersteller Compliance-Anforderungen wie den GDPdU jahrelang einfach die kalte Schulter? Was war bei den Anwendern dieses ERP-Systems bei Außenprüfungen los? Hat da niemals ein Betriebsprüfer Druck gemacht oder hat ihn das gar nicht interessiert?

Völlig zu Recht weist ein Diskussionsteilnehmer bei XING darauf hin, dass die Historisierung im GDPdU-Kontext nicht nur eine Frage der steuerlich relevanten Daten ist, sondern auch eine Frage der Verfahrensdokumentation. Da dürfte es mit der Rekonstruktion der  Verfahrensvergangenheit eines Unternehmens noch viel finsterer aussehen, als bei den ERP-Stammdaten.

Die elektronische Historisierung ist in bestimmten Fällen (wie den genannten) ein Preis, den der bezahlen muss, der vom Abschied vom Papierdokument hin in die rein elektronische Welt profitieren möchte. Die Datenhaltung in der elektronischen Welt ist auf eine Historisierung oft nicht vorbereitet. Doch darauf auch zukünftig verzichten?

Das Risiko, dem Finanzamt geschichtsvergessen gegenüberzutreten, sollte jedem Unternehmen bewusst sein.

Ihr Gerhard Schmidt

Rechtsprechung: Ermessen bei Festsetzung von Verzögerungsgeld I

Die Finanzbehörde kann auch dann ein Verzögerungsgeld festsetzen, wenn der Steuerpflichtige gleich mehrere Pflichten oder eine bestimmte Pflicht mehrfach (fortdauernd) verletzt. Eine tatbestandliche Vervielfältigung des Mindestsatzes pro Pflichtverletzung  begegnet aber ernstlichen rechtlichen Zweifeln. So das Finanzgericht Hessen.

Rechtsprechung: Ermessen bei Festsetzung von Verzögerungsgeld II

Mit einer ganzen Reihe von Aspekten der Festsetzung eines Verzögerungsgeldes beschäftigt sich das Finanzgericht Berlin-Brandenburg in einem Urteil vom 19.05.2011: Zuständigkeitswechsel in Folge der Verlegung der Geschäftsleitung, Unabhängigkeit von der Verlagerung der Buchführung in das Ausland, keine Ermessensvorprägung bei Versäumung der Frist des § 146 Abs. 2b AO, Abstellen auf den Vorschriftenzweck für die Ausübung des Entschließungsermessen, bei Bemessung der Höhe des Verzögerungsgeldes nach Dauer der Fristüberschreitung kein Einbezug der Zeiten, in denen ein AdV-Antrag läuft.

Elektronische Rechnungen: Erläuterungen Mehrwertsteuervorschriften für die Rechnungsstellung

Die Generaldirektion Steuern und Zollunion der EU hat am 20.12.2011 "Erläuterungen Mehrwertsteuervorschriften für die Rechnungsstellung und zur Richtlinie 2010/45/EU" in offizieller deutscher Sprachfassung veröffentlicht. Die Veröffentlichung mehr als ein Jahr vor Inkrafttreten der neuen Rechtsvorschriften soll dazu dienen, eine einheitlichere rechtliche Umsetzung in den Mitgliedstaaten zu fördern und Unternehmen die Informationen zu liefern, die sie benötigen, um sich rechtzeitig an die neuen Regelungen anpassen zu können.

Elektronische Rechnungen: Anmerkungen zu den "Erläuterungen Mehrwertsteuervorschriften" der EU (Raoul Kirmes)

Nach erster summarischer Durchsicht kommentiert Raoul Kirmes die "Erläuterungen Mehrwertsteuervorschriften für die Rechnungsstellung" der Generaldirektion Steuern und Zollunion der EU. Er richtet sein Augenmerk insbesondere auf die Aufbewahrung elektronischer Rechnungen und die Anforderungen an einen Prüfpfad zwischen einer Rechnung und einer Lieferung oder Dienstleistung.

Aus der Finanzverwaltung: Bundesrechnungshof: Keine Verbesserung beim Vollzug der Steuergesetze

Der Bundesrechnungshof stellt in seinem aktuellen Bericht über den Vollzug der Steuergesetze fest, dass die gesetzmäßige Besteuerung von Arbeitnehmern weiterhin nicht gewährleistet ist.  Und dies trotz stärkerer IT-Unterstützung, wie der Einführung eines Risikomanagements.

Literatur: IT-Governance (Peter Ratzer und Uwe Probst (Hrsg.))

Was macht den CIO erfolgreich? Wie detailliert muss die IT das Geschäftsmodell verstehen? Welches Business-IT-Zusammenarbeitsmodell liegt dahinter? Wie tief geht die interne oder externe IT-Wertschöpfung? Das vorliegende Buch stellt sich diesen und weiteren Fragen und vermittelt das Praxiswissen mehrerer Deloitte-Unternehmensbereiche: Fachberater der Bereiche CIO Advisory, Enterprise Risk Services und Financial Services Solutions beschreiben in dem Buch aus der UVK Verlagsgesellschaft ihre Beratungserfahrungen in Beiträgen zur IT-Governance-Methodik sowie zu aktuellen Projektbeispielen.

Elektronische Rechnungen: Sonderkonditionen für Dialogforum e-Invoicing

Der Veranstalter des "Dialogforum e-Invoicing - Elektronische Rechnungsabwicklung in der Praxis" bietet den Lesern des Newsletters "Forum elektronische Steuerprüfung" Sonderkonditionen mit 20 Prozent Rabatt für diese Veranstaltung am 14. Februar 2012 in Kassel an.

Diskussion: Aktuelles aus der XING-Gruppe "Elektronische Steuerprüfung"

Pressespiegel / Linktipps: Aktuelle Berichterstattung anderer Medien

* Wo Ihnen das Finanzamt Steuern schenkt (WirtschaftsWoche, 18.01.2012)
* Dresdner Steuerfahndung bringt 2011 fast 15 Mio. Euro (Dresden-Nachrichten.com, 16.01.2012)
* Dem Finanzamt gehen die „Spürnasen“ aus (Augsburger Allgemeine, 11.01.2012)
* Navigator im Compliance-Dickicht (Computerworld, 09.01.2012)
* Verzögerung bei der elektronischen Betriebsprüfung in der Sozialversicherung (haufe.de, 13.12.2011)
* Rettungsanker für die Compliance (IT-DIRECTOR, 12.12.2011)
* "Wir brauchen eine Compliance-Kultur" (Welt Online, 10.12.2011)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* Digitale Datenanalyse - Fach- und Praxiswissen kompakt (DATEV): 07.02.-09.02. Köln
* CeBIT (Deutsche Messe): 6.-10.03. Hannover

DATEV: Der DATEV Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung auf der CeBIT 2012

Von 06. bis 10. März 2012 ist es wieder soweit. Die CeBIT in Hannover gibt als weltgrößte Messe für Bürokommunikation und IT wieder Einblicke in aktuelle Technik, Trends und Visionen. Der Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung ist auf dem DATEV-Messestand  in Halle 2, Stand A54 mit insgesamt 5 Arbeitsplätzen präsent. Gezeigt wird das umfangreiche Produktangebot für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie deren Mandanten aus den Bereichen Jahresabschlussprüfung, Jahresabschlusserstellung, digitale Datenanalyse, Betriebsprüfung und der Konsolidierung.

Audicon: Kostenlose Online-Präsentation zu den GDPdU

Sie haben Fragen zu den GDPdU? Sie möchten mehr über IDEA und AIS TaxAudit Professional erfahren, die offizielle Prüfsoftware der Finanzverwaltung? Dann melden Sie sich gleich jetzt für eine kostenlose Online-Präsentation rund um die digitale Betriebsprüfung an.

GISA: Neue Produkte und Lösungen speziell für die Energiewirtschaft auf der E-world in Essen

Auf der deutschlandweit wichtigsten Messe für die Energie- und Wasserwirtschaft, der E-world in Essen, präsentiert sich die GISA mit neuen Lösungen und Produkten für die Branche. Neben vielen Produkten, die auf die speziellen Anforderungen der Versorger zugeschnitten sind, wird das GISA Competence Center Compliance auch branchen- und systemunabhängige Lösungen präsentieren. In diesem Jahr stehen besonders die Anforderungen und Umsetzung der E-Bilanz im Vordergrund.

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