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Newsletter Ausgabe 12-2009 vom
11. Dezember 2009

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Werden Rechnungen irgendwann über das Finanzamt verschickt?

 

Die Finanzverwaltung bekommt immer mehr Daten vom Bürger. Und sie macht immer mehr daraus. So hat hat der Fiskus seit 2002 bei Außenprüfungen Anspruch auf die steuerlich relevanten Daten in elektronischer Form. Und ab Veranlagungszeitraum 2011 müssen Steuererklärungen und Jahresabschlüsse elektronisch abgegeben werden. Die Daten, die von den Bürgern und Unternehmen an den Staat fließen, sind lückenlos und auswertbar, sie kommen zeitnah und schnell und es werden immer mehr. Mit Prüfsoftware und Risikomanagementsoftware werden die Daten zerpflückt und analysiert. Das verändert das Zusammenwirken zwischen Bürger/Unternehmen und Staat. So wird beispielsweise zukünftig (zumindest teilweise) die elektronische Betriebsprüfung auf das Veranlagungsverfahren vorverlagert, wie Manfred Dehler, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer beim 5. Deggendorfer Forum zur digitalen Datenanalyse (siehe Veranstaltungsrückblick) jüngst konstatierte. 

Kontrollmitteilungen sind ein weiteres Beispiel. War es in der Papierwelt umständlich, diese zu verschicken, genügen heute dazu ein paar Mausklicks. Damit kann dann aber nicht nur eine, sondern gleich eine ganze Massen von Kontrollmitteilungen auf den Weg gebracht werden. Die kompletten Rechnungsdaten eines Unternehmens hat der Prüfer schließlich auf Datenträger. Damit lässt sich in der Finanzverwaltung ohne viel Aufwand für Kontrollzwecke eine Rechnungsdatenbank aufbauen. Die wächst mit jeder Prüfung. Angezapft wird die Datenbank dann, wenn ein Prüfer sich ein neues Unternehmen vorknöpft. Über das weiß er dann schon eine ganze Menge.

Warum nicht diese Rechnungsdatenbank optimieren? Sie zeitnäher und lückenloser mit Rechnungsdaten füttern? Gar zu 100 Prozent! Das geht ganz einfach: alle Rechnungen werden via Finanzamt verschickt. Eine abwegige Vorstellung oder zu Ende gedachte Logik?

Ihr Gerhard Schmidt

Rechtsprechung: Die Reichweite des Datenzugriffs bei Überschussrechnern (§ 4 Abs. 3 EStG) nach dem BFH-Urteil vom 24.6.2009 (VIII R 80/06) (Willi Härtl)

Das derzeit  vom BMF noch nicht im Bundessteuerblatt zur Veröffentlichung freigegebene Urteil des BFH vom 24.6.2009 zum Datenzugriff bei Überschussrechnern erzeugt eine unharmonische Dissonanz des Dreiklangs "Aufzeichnungspflicht bzw. freiwillige Aufzeichnungen - Aufbewahrungspflicht - Mitwirkungspflicht" in der Klangfarbe der langjährigen Verwaltungsauffassung. Besonders im Fokus steht der Zweiklang "Aufzeichnungen - Aufbewahrungspflicht". Die am 23.9.2009 vom BFH veröffentlichte Grundsatzentscheidung erzeugt m.E. insgesamt gesehen mehr Widersprüche, als sie offene Fragen klärt. So bleibt abzuwarten, ob das BMF dem Urteil allgemein folgen wird, oder ob klarstellende gesetzliche Regelungen erfolgen, so dass die langjährige Rechtsauffassung der Verwaltung unzweifelhaft und aus gutem Grund weiterhin Bestand hat.

Verfahrensdokumentation: Grundlegendes zur Verfahrens- und Compliance-Dokumentation 1 (Siegfried Mack)

Beim Sprechen oder Schreiben über Aspekte der Verfahrensdokumentation (VFD nach GoBS oder GoBIT) geraten wir, um zu verdeutlichen was jeweils gemeint ist, fast unweigerlich in die Versuchung, das fraglichen Objekt durch eine zugeordnete Aufzählung von Begriffen schärfer einzugrenzen. Die Ursache dieses Phänomens ist bekanntlich auf das Fehlen eines verbindlichen Begriffsapparates zurückzuführen. Eine Folge dieses Phänomens besteht darin, dass die Bildung von Modellen zur VFD sich sehr schwierig und immer als individuelle Interpretation gestaltet. Ganz beeindruckend zeigen das die unterschiedlichen IT-Anwendungen zur elektronisch geführten VFD. Nachfolgend möchte ich die Entwicklung eines Begriffsapparates mit taxonomischen Hilfsmitteln beschreiben; in weiteren Aufsätzen soll dann gezeigt werden, wie dieser zur Modellkonstruktion genutzt werden kann. Kritiken, Kommentare, Vorschläge und Beiträge sind mir jederzeit willkommen.

Finanzverwaltung: Steuerliche Checkliste für die Betriebsprüfung

Wer kennt sie nicht, die bis zu vierseitigen Fragebogen der Finanzverwaltung zum EDV-System des zu prüfenden Unternehmens. Lieblos "gestaltete" Blätter, mit denen klar zu kommen so manches Unternehmen überfordert. Doch es geht auch anders. Die Oberfinanzdirektion Koblenz gibt eine achtseitige farbige "Steuerliche Checkliste für die Betriebsprüfung" heraus, die klar und verständlich informiert. Und darüber hinaus eine Dienstleistungsphilosophie formuliert, die von vorne herein für ein positives Prüfungsklima sorgen soll. Besonders erfreulich: Für weiterführende Informationen wird das "Forum Elektronische Steuerprüfung" empfohlen.

Literatur: Die steuerliche Betriebsprüfung

Die Zeitschrift "Die steuerliche Betriebsprüfung" (StBp) aus dem Erich Schmidt Verlag informiert monatlich umfassend über die steuerliche Außenprüfung. Steuerexperten aus dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesamt für Finanzen, den Länderfinanzbehörden, der Finanzgerichtsbarkeit, aus den rechts- und steuerberatenden Berufen, aus Wissenschaft und Wirtschaft behandeln die für eine Betriebsprüfung relevanten Fragen des formellen und materiellen Steuerrechts.

Literatur: Die Zecke (Bernd Wieland)

Die Zecke ist ein satirischer Roman über das Leben des kleinen Finanzbeamten Hartmut Schminke, der Tag für Tag in seinem Büro hinter der Besuchertoilette hockt und auf seine „Opfer“ wartet. Selbst kleinere Störungen können Hartmuts Tagesform dabei erheblich beeinflussen. Sein Leben gerät vollends aus den Fugen, als seine Frau beschließt, sich aus ihrem langweiligen Leben zu befreien: Raus aus dem häuslichen Betonbunker, eine schicke Eigentumswohnung muss her! Dieser ganz normale Spießerwunsch ist für Hartmut der bislang verwegenste Schritt seines Lebens. Strategisch plant er einen unfehlbaren 10-Jahresplan mit einer bombensicheren Finanzierung. Doch nicht nur der drängende Kinderwunsch seiner Frau sabotiert Hartmuts Plan. Um nicht in der Schuldenfalle zu enden, muss sich selbst eine 'Zecke' wie Hartmut mit berufsmäßigem Sitzfleisch ungewöhnliche Maßnahmen einfallen lassen und erfährt, was es heißt, von den eigenen Kollegen der Betriebsprüfung seziert zu werden.

Veranstaltungen: Rückblick: 5. Deggendorfer Forum zur digitalen Datenanalyse 2009 (Gerhard Schmidt)

Trügt die Ruhe oder Ruhe vor dem Sturm? Stellte das Deggendorfer Forum zur digitalen Datenanalyse e.V. (www.dfdda.de) als Frage über seine fünfte Jahreskonferenz am 24. Oktober in Berlin. Schnell zeigte sich in den Vorträgen: Von Ruhe kann keine Rede sein. Elektronische Prüfungen werden extensiver und intensiver. Etwas geruhsam ist höchstens die Beschleunigung dieses Prozesses. Spannend wird ein Diskurs über elektronische Steuerprüfungen dann, wenn unterschiedliche Perspektiven gekreuzt werden, insbesondere die Perspektiven der Betroffenen und der Finanzverwaltung. Und das war mit hochkarätigen Referenten der Fall.

Diskussion: Aktuelles aus der XING-Gruppe "Elektronische Steuerprüfung"


Veranstaltungen: Termine der nächsten Wochen

* Audit Breakfast zum Thema "Datenanalyse in der Jahresabschlussprüfung – Notwendigkeit oder Zeitverschwendung?" (Audicon), 17.12. Hamburg
* Business Lunch zum Thema "Das interne Kontrollsystem: Erfolgreich prüfen – auch im SAP-Umfeld" (Audicon), 11.12. München, 17.12. Hamburg
* Prüfer-Zirkel "Digitale Datenanalyse in der Wirtschaftsprüfung" (DATEV): 12.01.10 Fulda, 13.01. Würzburg, 20.01. Bremen, 21.01. Essen, 27.01. Augsburg, 28.01. Karlsruhe

DATEV: Prüfer-Zirkel informiert über digitale Datenanalyse in der Wirtschaftsprüfung

Ständig wachsende Anforderungen, Haftungsrisiken, Kosten- und Honorardruck erfordern die üblichen Handhabungen bei der Prüfung zu hinterfragen und nach Möglichkeiten der Verbesserung zu suchen. Unter dem Motto: „Aller Anfang ist leicht!“ vermittelt Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Prüfer für Qualitätskontrolle Christian Hoferer, seine Erfahrungen der letzten Jahre mit der DATEV-Lösung zur digitalen Datenanalyse.

Audicon: Audicon lädt zum Audit Breakfast und Business Lunch ein

Im Dezember lädt Audicon wieder zum Audit Breakfast und zum Business Lunch ein. Bei den Audit Breakfasts dreht sich diesmal alles um die Frage: „Datenanalyse in der Jahresabschlussprüfung – Notwendigkeit oder Zeitverschwendung?“. Das Thema der Business Lunches lautet: „Das interne Kontrollsystem. Erfolgreich Prüfen – auch im SAP-Umfeld“. Sowohl die Audit Breakfast als auch die Business Lunches finden am 07.12.2009 in Düsseldorf, am 11.12.2009 in München und am 17.12.2009 in Hamburg statt.

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Newsletter vom 11.12.2008 des "Forum Elektronische Steuerprüfung"

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