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Newsletter Ausgabe 09-2004 vom 23.09.2004

Inhalt:

MAGAZIN

  • Editorial: Steuerehrlichkeit mit Haken
  • Veranstaltungen: Trends der DMS-Expo – ein Rückblick
  • Checklisten: Vorbereitung von Unternehmen auf digitalen Datenzugriff
  • Rechtsprechung: Finanzgerichtsurteil zu Chi-Quadrat-Test
  • Diskussion: ZVEI kommentiert kritisch den Fragenkatalog des BMF
  • Diskussion: Projektgruppe GDPdU in der AWV gegründet
  • Kommentar: Konkrete Ausführungen der neuen AO-Befugnisse müssen verfassungsmäßig sein
  • Veranstaltungen: VOI-Partnerstand auf der Systems
  • Veranstaltungen: Termine bis November

MESSE

  • TNCS: GDPdU-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen
  • Audicon: angeschnallt?- audiconale 04 im Zeichen der Sicherheit
  • HSP: Panasonic setzt Opti.List als GDPdU-Lösung ein (Anwenderbericht)
  • SER: DOXiS als leistungsfähigstes SAP Archiv bestätigt
  • team.softworx: GDPdU Roadshow
  • Gisa: GDPdU-Lösung speziell für SAP-Anwender
  • Neuer Aussteller: TNCS Gesellschaft für Informations-Management GmbH & Co. KG


Editorial: Steuerehrlichkeit mit Haken

Kürzlich wurde ich Premium-Mitglied im „Open Business Club“ (www.openbc.com), einer hervorragend konzipierten Online Networking-Plattform zur Anbahnung und Pflege von Geschäftskontakten (Schauen Sie einmal hinein!). Ich registrierte mich und fünf Minuten später erhielt ich per Email meine Rechnung als PDF-Datei - ohne qualifizierte elektronische Signatur, die Voraussetzung für den Vorsteuerabzug wäre. Ausgedruckt und ... ? ... für die Langhülle gefaltet, etwas geknittert und ab in die Buchführung? Da plagte mich dann doch das Gewissen des ehrlichen Steuerbürgers. Ich forderte also eine vorsteuerabzugsfähige Rechnung an, die auch prompt am nächsten Tag in meinem Briefkasten lag. Ich öffnete den Umschlag und was hielt ich in Händen? Den Ausdruck einer PDF-Datei, schwarz auf weißem Papier, für die Langhülle gefaltet, etwas geknittert – eine Rechnung bis ins kleinste Detail identisch mit dem Ausdruck der Rechnung, die ich per Email erhielt. Nun stehe ich vor dem Dilemma, dass ich durch das viele Vergleichen nicht mehr weiß, welches der beiden Papiere aus meinem Drucker kam und welches aus dem Drucker des Rechnungsausstellers, welches also zum Vorsteuerabzug berechtigt und welches nicht. Dass hier dringender Regelungsbedarf besteht, ist offensichtlich. Einige Ideen dazu hätte ich: Erstens: Rechnungen, die schwarz auf weißem Papier gedruckt sind, berechtigen in Zukunft nicht mehr zum Vorsteuerabzug, egal auf welchem Weg sie zugestellt werden. Zweitens: Vorsteuerabzugsfähig sind nur noch Rechnungen, auf denen die Geschäftsangaben des Ausstellers im Offsetdruck gedruckt sind oder die auf Papier gedruckt sind, das als Wasserzeichen das Firmenlogo enthält. Die Druck- und Papierindustrie weiß ich bei diesen Vorschlägen geschlossen hinter mir. Vielleicht könnte man das Thema PDF-Rechnungen von Seiten der Finanzverwaltung auch etwas pragmatischer angehen, so dass sich nicht jeder, der die Vorsteuer aus einer per Email zugestellten, elektronisch nicht qualifiziert signierten PDF-Rechnung zieht, als Steuerhinterzieher vorkommen muss. Hat übrigens jemand eine Idee, wie ich aus meinem Dilemma formal korrekt herauskomme?

Ihr Gerhard Schmidt


Veranstaltungen: Trends der DMS-Expo – ein Rückblick

Die DMS-Expo im September in Essen ist ein idealer Gradmesser für den Stand des Angebotes an GDPdU-Lösungen. 2001, kurz nachdem die  GDPdU bekannt wurden, große Euphorie unter den Ausstellern. Die GDPdU schien ein Bombengeschäft zu verheißen. Ein Jahr danach die Ernüchterung: das Thema erwies sich als absolut nicht marktfähig. Auch ein Jahr später hatte sich an dieser Erkenntnis nur wenig geändert. Zwar tauchte der Begriff „GDPdU“ an einer ganzen Reihe von Messeständen auf, doch eher der Vollständigkeit halber als mit der Hoffnung auf nennenswerte Geschäfte. 2004 nun ein anderes Bild: GDPdU-Lösungen werden immer stärker am Markt gefragt – und folglich auch angeboten.

Checklisten: Vorbereitung von Unternehmen auf digitalen Datenzugriff

Unternehmensberater Roger Odenthal führt auf 16 Seiten checklistenartig aus, was ein Unternehmen tun muss, um für elektronische Steuerprüfungen gerüstet zu sein. Dazu gehören die Abgrenzung steuerlich relevanter Daten (inhaltlich, zeitlich und technisch), die Anforderungen, die ein steuerpflichtiges Unternehmen erfüllen muss, die Folgen für das Unternehmen, sowie die systematische Vorbereitung auf den elektronischen Datenzugriff im Einzelnen. Odenthal mahnt abschließend: Für diejenigen Betriebe, die entsprechende Vorgaben der GoBS bisher mit lediglich nachgelagerter Priorität behandeln, ist dringend zu empfehlen, die erforderlichen Maßnahmen für eine friktionsfreie Zusammenarbeit mit der Betriebsprüfung einzleiten.

Rechtsprechung: Finanzgerichtsurteil zu Chi-Quadrat-Test

Die Betriebsprüfung für die Jahre 1998 bis 2000 bei einem Schnellimbiss und Metzgereibetrieb erklärte die Kassenführung für nicht ordnungsgemäß. Sie gewann auf Grund eines Chi-Quadrat-Tests die Überzeugung, dass die aufgezeichneten Tageseinnahmen nicht die tatsächlichen Einnahmen widerspiegeln konnten. Zu diesem Ergebnis kam auch das Finanzgericht Münster und sah die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung als durch den Chi-Quadrat-Test widerlegt an. In seinem Beschluss vom 10.11.2003 (Az:6 V 4562/03 E,U) beschäftigt es sich neben dem Chi-Quadrat-Test auch mit dem Zeitreihenvergleich. Im hier betrachteten Fall wurden die mathematisch-statistischen Prüfmethoden im Rahmen einer konventionellen Prüfung mit vermutlich erheblichem Aufwand bei der Datenaufbereitung angewandt. Bei einer elektronischen Prüfung ist dieser Aufwand drastisch geringer, so dass diese Prüfmethoden vermutlich wesentlich häufiger angewandt werden.

Diskussion: ZVEI kommentiert kritisch den Fragenkatalog des BMF

Eine Arbeitsgruppe des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. hat sich intensiv mit dem Fragen- und Antwortenkatalog des BMF zur GDPdU vom 6. März 2003 auseinandergesetzt und die einzelnen Fragen kommentiert. Die Ausführungen (Stand 29. Januar 2004) spiegeln die Meinungen der im ZVEI repräsentierten Unternehmen sowie weiterer Unternehmen aus dem BDI (Bundesverband der deutschen Industrie) wider.

Diskussion: Projektgruppe GDPdU in der AWV gegründet

Aus dem Arbeitskreis „Computer Output Management “ der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. (AWV) hat sich im Sommer 2004 eine Projektgruppe GDPdU gegründet. Die Projektgruppe beschäftigt sich zunächst u.a. mit folgenden Themen: steuerlich relevante Daten, Validierung/Zertifizierung für IDEA, Verfahrensdokumentation,  Vergleich europäischer Lösungen zur elektronischen Steuerprüfung. Die Mitarbeit in der Projektgruppe steht interessierten Unternehmen offen.

Kommentar: Konkrete Ausführungen der neuen AO-Befugnisse müssen verfassungsmäßig sein

In den letzten beiden Ausgaben dieses Newsletters haben sich Peter Eller und Ulrich Kampffmeyer kritisch mit der Position des jeweils anderen auseinandergesetzt. Mit einem Beitrag von Peter Eller schließt die Diskussion im Forum vorläufig ab. Für Eller macht es Sinn, auch im Jahr 2004 die Debatte um die verfassungsmäßigen Grenzen der weit gehenden Eingriffsbefugnisse im Rahmen der digitalen Betriebsprüfung weiter zu führen. Dabei geht es ihm nicht um die grundsätzliche  Verfassungswidrigkeit der entsprechenden Paragrafen in der Abgabenordnung (hierfür tritt mittlerweile kein namhafter Autor mehr ein), sondern um die Verfassungsmäßigkeit bei den konkreten Ausführungen der neuen AO-Befugnisse.

VOI-Partnerstand auf der Systems

Der VOI (Verband Organisations- und Informationssysteme) wird in diesem Jahr erstmals auf der SYSTEMS zusammen mit seinen Mitgliedern im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes, dem „DMS-Pavillon“, auftreten. Der Stand in Halle A2, der für alle DMS-Unternehmen offen ist, bildet ein neues Informationszentrum rund um das Thema DMS, das sich auf der SYSTEMS 2004 umfassend auf circa 2.000 qm präsentiert. Das Konzept, das Thema Informations- und Dokumenten-Management im Rahmen der SYSTEMS 2004 einem breiten Entscheider-Publikum nahe zu bringen, ist auf hohe Akzeptanz seitens der Hersteller gestoßen: Ihre Teilnahme zugesagt haben führende DMS-Anbieter wie unter anderem Ceyoniq Technology, Comprendium, DICOM, DOCS.ON, Docutec, DocuWare, ELO Digital Office, FileNet, Fujitsu, IXOS/Open Text, OPTIMAL SYSTEMS, SER Solutions, SCHEMA, TDS und WeWebU IT-Solutions. Die SYSTEMS findet vom 18. bis 22 Oktober 2004 in München statt.

Veranstaltungen: Termine bis November

Von September bis November finden Veranstaltungen zu Themen der elektronischen Steuerprüfung statt in Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt, München und Wiesloch. Veranstalter sind Audicon, SAP, team.softworx, IQPC, Messe München.

TNCS: GDPdU-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen

Wirtschaftliche GDPdU-Gesamtlösungen für kleine und mittelständische Unternehmen waren bislang praktisch nicht am Markt verfügbar. TNCS schließt jetzt diese Lücke. Der neue Xbusiness Client ermöglicht die Archivierung aller Unternehmensdokumente und stellt den Zugriff für alle beteiligten Personen auch über das Internet zur Verfügung. Der Client ist zu den weit verbreiteten DMS-Lösungen Dr.DOC und windream kompatibel und wird in naher Zukunft auch für ELO verfügbar sein. Und das sowohl auf Mietbasis als auch im Outsourcing. Gerade im Outsourcing der Datenarchivierung an einen Dienstleister liegen die Vorteile für viele Unternehmen: Die Datensicherung erfolgt zuverlässig und regelmäßig, die Daten stehen strukturiert und jederzeit zur Verfügung und die GDPdU-konforme Aufbereitung steuerlich relevanter Daten wird vom Dienstleister übernommen.


Audicon: angeschnallt? - audiconale 04 im Zeichen der Sicherheit

Unter dem Motto "angeschnallt?" werden bei den diesjährigen Audicon-Anwendertagen am 11. und 12. Oktober 2004 praktikable und effiziente Lösungen für Anforderungen aus der Praxis präsentiert. Natürlich finden die GDPdU ihren Platz. Das Thema ist sowohl für Unternehmen als auch für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater von nachhaltiger und steigender Bedeutung. Mit AIS TaxMart lösen wir das Problem der Vorhaltung steuerrelevanter Daten bis zu 10 Jahre. Anwender berichten aus dem Praxiseinsatz von AIS TaxMart und IDEA. Und unsere Partner zeigen hervorragende Lösungen sowohl für Unternehmen als auch für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Dabei gehen wir auch neue Themen an. So zeigt T-Systems eine Lösung für GDPdU on Demand. Erstmals finden im Rahmen der Audiconale unsere erfolgreichen User Groups statt. Die AuditSolutions- und die IDEA-User Group sind ein Forum für den Austausch mit Experten und Anwendern.

HSP: Panasonic setzt Opti.List als GDPdU-Lösung ein (Anwenderbericht)

„Wir haben uns für die Software Opti.List der Firma HSP entschieden. Diese erfüllt alle Richtlinien der GDPdU und hat zusätzlich noch das Datenschutzsiegel des Landes Schleswig-Holstein erhalten. Ein erfreulicher Zusatznutzen ist für uns, dass wir in der Datenbank eigene Recherchen für das betriebswirtschaftliche Reporting vornehmen und die Daten zur Weiterverarbeitung nach Excel übertragen können. Jetzt können wir auch Systemwechseln ruhig entgegensehen, denn auf die archivierten Daten kann auch dann Jahre später durch die Prüfer in der Opti.List-Datenbank zugegriffen werden." erläutert André Dietrich, Manager für Production, Sales, Inventory und Datenschutzbeauftragter der Firma Panasonic AVC Networks (Germany) GmbH die GDPdU-Lösung seines Unternehmens.

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SER: DOXiS als leistungsfähigstes SAP Archiv bestätigt

Erneut hat SER die Leistungsfähigkeit und Spitzenqualität ihrer neuen DOXiS iECM-Suite 2005 unter Beweis gestellt: Die digitale Archivierungslösung der integrierten Produktsuite hat soeben den SAP-Lasttest mit mehr als 560.000 Dokumenten pro Stunde bestanden. Dies ist der höchste von SAP je ermittelte Dokumenten-Durchsatz aller getesteten Systeme mit insgesamt 120.000 Dokumenten mehr als beim bisher besten Archiv-System.

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team.softworx: GDPdU Roadshow

Zusammen mit der daa Systemhaus AG, der renommierten Wirtschaftsprüfungskanzlei Rödl & Partner und der Plaut Consulting GmbH, einem führenden SAP-Beratungsunternehmen,  führt team.softworx das Praxis-Seminar GDPdU Quick-Check durch. Das teilnehmende Publikum hat Gelegenheit, von Experten umfassend zu erfahren, wie z.B. durch eine GDPdU-konforme Archivierung mit scanview® und die Business Intelligence Software von Cognos nicht nur die gesetzlichen Auflagen erfüllbar werden, sondern darüber hinaus noch ein Nutzen aus diesen Maßnahmen  realisiert werden kann.



Gisa: GDPdU-Lösung speziell für SAP-Anwender

GISA unterstützt immer mehr Firmen bei der effektiven Umsetzung der GDPdU-Anforderungen. Speziell für SAP Anwender hat GISA eine Lösung entwickelt, die nicht nur die GDPdU-Anforderungen erfüllt, sondern auch einen Mehrwert für die Unternehmen bietet. Ein besonderer Vorteil dieser Lösung ist, dass diese Daten auf Knopfdruck abgerufen und ausgewertet werden können. Und zwar nicht im Vorfeld, sondern erst dann, wenn Sie gebraucht werden. Vier hochwertige GDPdU-Pakete, einzeln und kombiniert buchbar, geben den Unternehmen das richtige Rüstzeug für die digitale Betriebsprüfung: GDPdU-Workshop (Information), GDPdU-Check (Ist-Aufnahme), GDPdU-Projekt (Realisierung), GDPdU-Audit (Testprüfung).

Neuer Aussteller: TNCS

TNCS ist spezialisiert auf branchenübergreifende Lösungen zur Integration von Customer Relationship Management- (CRM) und Dokumenten Management- Systemen (DMS) sowie Workflow-Lösungen. Speziell für kleine und mittelständige Unternehmen eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, Kunden, Partner und Mitarbeiter eng in die Unternehmenskommunikation einzubinden und Informationsinseln abzubauen. Die einheitliche Kontrolle, Verwaltung, Bereitstellung und Archivierung von Informationen mit TNCS-Lösungen verschafft Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile durch strukturierte Informationsverarbeitung, optimierte Geschäftsprozesse und vereinfachte Entscheidungsfindung.

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