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Enterprise Signature Day 2008

Rückblick von Gerhard Schmidt

Der alle zwei Jahre von der Authentidate AG veranstaltete „Enterprise-Signature-Day“ ist immer ein guter Indikator dafür, wie weit die Anwendung elektronischer Signaturen inzwischen fortgeschritten ist, und welche Hindernisse für eine weitere Ausbreitung noch überwunden werden müssen. Über 500 Teilnehmer konnten sich darüber am 21. Februar 2008 in Düsseldorf ein Bild machen.


Enterprise Signature Day 2008

Elektronische Signaturen sind kein Selbstzweck. Nur dort, wo mit ihnen ein konkreter Nutzen verbunden ist, werden sie eingesetzt. Das stellte Prof. Dr. Claudia Eckert, Direktorin des „Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie“ gleich zu Beginn ihrer Keynote fest. Der Nutzen kann dabei offensiven und defensiven Charakter haben. Claudia Eckert untersuchte in ihrem Vortrag „Sichere elektronische Geschäftsprozesse – Trends und Herausforderungen für Unternehmen und Anwender“. Sie sieht in internetbasierten Geschäften ein großes Wertschöpfungspotenzial. Elektronische Signaturen sind eine Schlüsseltechnologie dazu, dieses Potenzial zu erschließen. Da das Internet keine entsprechenden Sicherheitsmechanismen bietet, bei Online-Geschäften die Vertragspartner aber Sicherheit über die vertrauenswürdige Identität des anderen haben wollen, benötigt man dazu elektronische Signaturen.

Mit defensiven Aspekten des Signatureinsatzes beschäftigte sich Klaus M. Brisch, Fachanwalt für Informationstechnologierecht unter dem Titel „Compliance Anforderungen sicher bewältigen – Neue Wege für das Management, Haftungsrisiken durch Einsatz elektronischer Signaturen zu reduzieren“. Brisch entwickelte die These: Compliance wird nur durch den Einsatz elektronischer Signaturen entsprochen, denn es handelt sich um einen Sicherheitsstandard, der die Verfügbarkeit und Unversehrtheit von Informationen betrifft.

Der elektronische Rechnungsaustausch ist – neben dem Gesundheitswesen – der Bereich, in dem der Nutzen von elektronischen Signaturen in wirtschaftlichen Zahlen am greifbarsten wird. Geht es doch dabei um das Recht zum Vorsteuerabzug, das schon bei den kleinsten formalen Mängeln im Rechnungsverfahren von den Finanzbehörden in Frage gestellt werden kann. Nach wie vor gilt: wer viele Rechnungen empfängt oder verschickt, hat vom elektronischen Rechnungsaustausch großen Nutzen. Wer wenige Rechnungen empfängt, hat bei elektronischen Rechnungen hohe Anforderungen zu erfüllen.

Wie wird der elektronische Rechnungsaustausch für beide Seiten attraktiv? Dafür gab es Praxisbeispiele von Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branche.

Über „Elektronischer Rechnungsempfang – Gutschriften für Alle, Win-Win durch Vollautomatisierung“ referierte Horst Bawidamann von der Robert Bosch GmbH. „Wie der Mittelstand vom elektronischen Rechnungsaustausch profitiert – Erfahrungen mit der Umstellung auf gesetzeskonformen elektronischen Versand“ berichtete Erwin F. Summerer von der PRECITOOL Werkzeughandel GmbH & Co. KG. In weiteren Vorträgen beschäftigten sich Klaus Kuhn von der E.ON IS GmbH mit „Einführung elektronischer Rechnungen bei E.ON Energie – Konzeption, Projektmeilensteine und praktische Umsetzung“, Stephan Ingerberg von der Carlson Wagonlit Travel Deutschland mit „Internationaler elektronischer Rechnungsversand beim weltweit größten Geschäftsreisebüro CWT“ sowie Andreas Nader von der HAYS AG mit „Serviceorientierte Kunden - und Lieferantenbeziehungen – Elektronische Anbindung mithilfe SAP-unterstützter Signaturlösungen“.

Fazit: Es gibt heute – auch von der Finanzverwaltung abgesegnete – Lösungsszenarien für den elektronischen Rechnungsaustausch für Unternehmen jeder Art und Größe.

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