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Home  Veranstaltungen DMS-Expo 2004

Trends der DMS-Expo 2004 – ein Rückblick

Die DMS-Expo im September in Essen ist ein idealer Gradmesser für den Stand des Angebotes an GDPdU-Lösungen. 2001, kurz nach Bekanntwerden der GDPdU große Euphorie unter den Ausstellern. Die GDPdU schien ein Bombengeschäft zu verheißen. Ein Jahr danach die Ernüchterung: das Thema erwies sich als absolut nicht marktfähig. Auch ein Jahr später hatte sich an dieser Erkenntnis nur wenig geändert. Zwar tauchte der Begriff „GDPdU" an einer ganzen Reihe von Messeständen auf, doch eher der Vollständigkeit halber als mit der Hoffnung auf nennenswerte Geschäfte. In diesem Jahr ein anderes Bild. GDPdU-Lösungen werden immer stärker am Markt gefragt – und folglich auch angeboten.

GDPdU-Lösungen sind inzwischen nicht mehr nur Archivsoftware aus dem Standardangebot, sondern wurden zu geschlossenen Lösungspaketen mit eigenem Profil und (Zusatz-)nutzen entwickelt. Das zeigt sich schon bei den Namen wie „GDPdU-Center" (von Saperion). Die meisten in Essen gezeigten Lösungen (z.B. bei Mobius oder SER) richten sich an große Unternehmen, hauptsächlich SAP-Anwender, bei denen die Einsicht am größten ist, dass an einem GDPdU-Projekt kein Weg vorbeiführt. Doch bei HSP und TNCS waren auch Lösungen für kleinere und mittelständische Unternehmen zu sehen. Mit XABAAR präsentierte sich ein Softwarehaus, das erst im letzten Jahr speziell zur Entwicklung von GDPdU-Lösungen gegründet wurde und daher völlig unbelastete von im Haus bereits existierenden Produkten an die Lösungskonzeption herangehen konnte.

Mit beigetragen zum immer breiter werdenden Angebot an Lösungen hat auch die Finanzverwaltung, die im vergangenen Jahr zu einem Lösungskonzept ihre grundsätzliche Zustimmung artikuliert hat, bei dem die Erzeugung, Aufbewahrung und Auswertung steuerlich relevanter Daten in drei separaten Systemen erfolgt. Diese Grundarchitektur einer GDPdU-Lösung bestehend aus Produktivsystem, Archivsystem und Auswertungssystem (siehe Forumsbeitrag GDPdU-Lösung: Archiv mit Auswertungssystem) liegt so gut wie allen aktuell angebotenen Teil- und Gesamtlösungen zugrunde.

Eine der in der Umsetzung schwierigsten Anforderungen im Rahmen eines GDPdU-Projekts, die Erstellung einer Verfahrensdokumentation nach GoBS, dürfte in Zukunft leichter zu bewältigen sein. Mit GoBScape zeigte H & P Consulting eine Software zur Erstellung von Verfahrensdokumentationen. Weitere Produkte dafür sollen demnächst auf den Markt kommen.

Interessant auch einige Vorträge. Während Regierungsdirektor a. D. Herbert Zwank eine bislang nur wenig GDPdU-sensibilisierte Zuhörerschaft bei seinem themeneinführenden Vortrag hatte, stellte Dr. Ulrich Kampffmeyer das Thema GDPdU in einen breiteren Kontext und beschäftigte sich allgemein mit Compliance, also der Übereinstimmung mit und Erfüllung von rechtlichen und regulativen Vorgaben. Interessant auch der gemeinsame Vortrag von Rechtsanwältin und Steuerberaterin Eva Storch, und Informatiker Teja Laude, Vorstand der team.softworx ag zum Thema "Identifizierung der steuerlich relevanten Daten gemäß GDPdU - eine ganzheitliche Klärung der Frage, welche Daten steuerlich relevant und an welcher Stelle des EDV-Systems sie vorhanden sind.", die exemplarisch den notwendigen Dialog zwischen Steuerrechts- und IT-Experten führten.

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