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audiconale 07 – Rückblick

Die Audiconale, die Jahresveranstaltung der Audicon GmbH, hat stets einen gewissen offiziösen Charakter. Vertreibt Audicon doch IDEA, die offizielle Prüfsoftware der Finanzverwaltung. So ist die Audiconale, die in diesem Jahr am 11. und 12. Oktober in Köln stattfand, immer auch einer der wichtigen jährlichen Indikatoren für die Entwicklungen rund um die elektronische Steuerprüfung. Treffen hier doch Vertreter der Finanzverwaltung, betroffene Unternehmen, sowie deren Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aufeinander, auf dem Podium wie im persönlichen Gespräch.

Die Reihen der Außenprüfer, die elektronisch prüfen, scheinen immer dichter zu werden. Zwar marschiert noch immer nur eine Minderheit entschlossen voran, doch auch die schwerfällige Masse kommt nun offensichtlich langsam in Tritt. Und das Terrain der elektronischen Prüfung wird breiter. Neben der Buchführung werden nun auch verstärkt Vor- und Nebensysteme wie Faktura und Warenwirtschaft elektronisch durchleuchtet.

Diese zunehmende Dynamik dürfte viele Unternehmen noch überraschen, die bislang die Wahrnehmung hatten, mit der Aushändigung einer Fibu-Archiv-CD an den Prüfer sei es getan. Wie die Prüfer konkret zur Sache gehen veranschaulichten Michael Blenkers und Martin Henn.

Steuerberater Michael Blenkers, der vor einigen Jahren die Fronten wechselte, war lange selbst in der Außenprüfung tätig. Auf unterhaltsame und amüsante Weise führte er in die eigentlich abstrakte und trockene Welt mathematisch-statistischer Methoden in der Betriebsprüfung ein. Benfords Law und Chi-Quadrat-Test erschienen am Beispiel des vom Betriebsprüfer in die Mangel genommenen türkischen Gemüsehändlers ganz simpel.

Martin Herr von der OFD Rheinland stellte für den Umsatzsteuerbereich das technische Rüstzeug der Finanzverwaltung vor. IDEA oder AIS-Tax-Audit, Standardanalysen oder selbst entwickelte Makros, dem Prüfer steht inzwischen für jedes Prüfungsziel ein geeignetes Tool zur Verfügung.

In welch großen Zusammenhang die Maßnahmen der Finanzverwaltung zu sehen sind, skizzierte Steuerberater Dirk Thielemann in seinem Beitrag „Reformen in der Finanzverwaltung und ihre gravierenden Auswirkungen“. So werde derzeit eine Vielzahl von Maßnahmen zur Automatisierung der Steuerverwaltung ergriffen. Mithilfe eines Risikomanagementsystems beispielsweise werden eingehenden Daten (z.B. aus Steuererklärungen) hinsichtlich des Risikos für einen Steuerausfall automatisch bewertet. Folge aller Maßnahmen: Strafverfahren werden zunehmen. Thielemann empfahl den Unternehmen dringend, sich rechtzeitig auf diese Veränderungen einzustellen.

Ein Unternehmen, das vor einer elektronischen Prüfung gewappnet sein will, hat heute immer mehr spezifische und ausgefeilte Lösungsangebote zur Verfügung. Vorgestellt in Vorträgen und Praxis-Area wurden naheliegender Weise die Lösungen von Audicon und deren Partner.

Ein Thema schleppte sich durch die Vorträge bis es schließlich gegen Ende der Veranstaltung von Emanuel Böhminghaus geschlossen präsentiert wurde: Verfahrensdokumentation. Eine Pflicht, der nachzukommen immer deutlicher ins Bewusstsein der Unternehmen rückt, auch wenn es diesen schwer fällt, sich dafür richtig zu erwärmen.

Bisher enger auf die GDPdU fokussierte Aspekte werden immer deutlicher im größeren Kontext gesehen. So ist das Thema GDPdU eben nur eines in einer ganzen Reihe weiterer für die Unternehmen relevanter Compliance-Anforderungen, wie Michael Silbermann von Microsoft in seinem Vortrag „Compliance vor dem Hintergrund einer unternehmensweiten Microsoft Technologiestrategie“ deutlich machte.

Die Einsatzmöglichkeiten von Datenanalysesoftware waren Gegenstand einer ganzen Reihe von Vorträgen. Interessant dabei, dass diese Software zunehmend auch in staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren und bei der Insolvenzverwaltung eingesetzt wird.

Weitere Themen der insgesamt rund 40 Vorträgen waren neben den Audicon-„Klassikern“ IDEA, AIS TaxAudit und AIS TaxMart unter anderem die Einreichung zum elektronischen Handelsregister mit SmartPublisher sowie XBRL als Einreichungsformat dazu.

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