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Newsletter Ausgabe 4-2017 vom
5. Mai 2017

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Kassen, Kassen, Kassen, …

 

Gehen mir nicht irgendwann die interessanten Themen und Fragen rund um die elektronische Steuerprüfung aus? Das frage ich mich immer wieder. Eigentlich müsste nach über 15 Jahren GDPdU doch alles klar sein mit der ordnungsgemäßen Aufbewahrung elektronischer Daten und dem Zugriff auf diese durch die Finanzamtsprüfer. Offensichtlich nicht. Vor allem, wenn es um Kassen geht. Da veröffentlicht der Bundesfinanzminister einen Referentenentwurf für eine Kassensicherungsverordnung als Präzisierung des bereits verabschiedeten „Kassengesetzes". Dieser wird von Experten kritisch zerpflückt und bewertet. Ein Finanzgericht meint, dass PC-gestützte Kassensysteme grundsätzlich manipulationsanfällig sind. Und bei bargeldlosen Zahlungen mit EC-Karten im Rahmen der Kassenführung gilt es manche Klippe zu umschiffen. Schließlich sollten die gesamten GoBD dringend überprüft werden, so die Folgerung des DIHK aus einer Umfrage unter Unternehmen. Und dann zieht ganz hinten am Horizont das Thema Blockchain auf. Berichtsstoff, mindestens so spannend wie in den ersten Jahren GDPdU.

Ihr Gerhard Schmidt

Regelungsvorhaben: Referentenentwurf Kas­sen­si­che­rungs­ver­ord­nung (Kas­sen­SichV)

Die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) präzisiert die technischen Anforderungen des § 146a Abgabenordnung. Es wird bestimmt, welche elektronischen Aufzeichnungssysteme über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen müssen. Die Verordnung sieht vor, dass Registrier- und computergestützte Kassen über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen müssen. Eine Ausweitung auf andere Aufzeichnungsgeräte, wie z. B. Taxameter, wäre über eine Änderung der Verordnung möglich.

Regelungsvorhaben: DStV-Stellungnahme zu Referentenentwurf Kas­sen­si­che­rungs­ver­ord­nung

Grundsätzlich begrüßt es der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) in seiner umfangreichen Stellungnahmen sehr, dass die Praxis auch weiterhin in die Umsetzungen des Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen (sog. „Kassengesetz") eingebunden wird. Leider ist eine Beurteilung der Auswirkungen für die Praxis jedoch noch nicht abschließend möglich, da die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu erstellenden technischen Richtlinien und Schutzprofile nicht vorliegen. Um bei einer Verbändeanhörung möglichst zielführende Hinweise geben zu können, sollten die technischen Einzelheiten für den Manipulationsschutz an Registrierkassen bereits als Gesamtkonstrukt vorliegen.

Rechtliches: Kassengesetz geht in die nächste Runde (Stefan Groß, Max Oliver Sturm)

Die Autoren kommen nach kritischer Durchsicht des Referentenentwurfs einer Kas­sen­si­che­rungs­ver­ord­nung zu dem Ergebnis: Es steht außer Zweifel, dass der Fiskus – letztlich auch im Interesse aller steuerehrlichen Unternehmen – gegen vorsätzliche Steuerhinterziehung vorgehen muss. Auch wenn der Gesetzgeber seinem Ziel der Unveränderbarkeit von digitalen Grundaufzeichnungen mit der vorliegenden KassenSichV ein Stück näher gekommen ist, bleiben wichtige Fragen unbeantwortet.

Rechtliches: Bargeldlose Zahlungen mit EC-Karten im Rahmen der Kassenführung (Dr. Bernhard Bellinger)

Im Geschäftsablauf der Bargeldbranchen, etwa in der Gastronomie, ist es nicht immer leicht zu bewerkstelligen, Barzahlungen und Kartenumsätze in den Systemen zu differenzieren. Häufig finden sich die Kartenzahlungen deshalb auch im Kassenbuch, obwohl es sich um Forderungen handelt, die dann über Geldtransitkonten umgebucht werden. Weil dies im Einzelfall aber zu einer Einschränkung der Kassensturzfähigkeit führen kann, haben steuerliche Betriebsprüfer dies als formellen Mangel gewertet, der zu einer Hinzuschätzung berechtigen soll. Warum aber bei korrekter Handhabung die Kassensturzfähigkeit keineswegs gefährdet ist, zeigt dieser Beitrag, den die Redaktion der Zeitschrift BBK den Lesern des Forum Elektronische Steuerprüfung dankenswerterweise im Volltext kostenlos zur Verfügung stellt.

Rechtsprechung: PC-gestütztes Kassensystem ist grundsätzlich manipulationsanfällig

Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass ein PC-gestütztes Kassensystem auf der Basis von Microsoft Access als manipulationsanfällig anzusehen ist. Wird ein solches Kassensystem benutzt, stellt das Fehlen der Programmierprotokolle einen gewichtigen formellen Mangel dar, der Hinzuschätzungen bei Umsätzen und Gewinnen rechtfertigt.

Rechtliches: GoBD dringend überprüfen! - DIHK-Umfrage zeigt deutliche Praxisprobleme

Eindeutig, verständlich, praktikabel: Was vor allem kleinere Unternehmen von der "Buchführung in Zeiten der Digitalisierung" erwarten, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einer jetzt veröffentlichen Umfrage ermittelt.

Pressespiegel / Linktipps: Aktuelle Berichterstattung anderer Medien

* Risiken der Digitalisierung für die Buchhaltung (SpringerProfessional, 28.04.2017)
* Buchführung: Grundsatz zur Unveränderbarkeit auch bei Rechnungen?(DeutscheHandwerkszeitung, 27.04.2017)
* High-Tech in der Steuerfahndung - Behörde will mehr IT-Ermittler (finanzen.net, 26.04.2017)
* Summarische Risikoprüfung (Münster Journal, 26.04.2017)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* 10.05.-11.05. Berlin: Fachtagung Digitale Datenanalyse (Datev)
* 12.05. Webinar: Audicon Kassenarchiv Online – die einfache Lösung zur GoBD-konformen Speicherung von Kassendaten (Audicon)
* 18.05. Webinar: Praktikerseminar zu statistischen Methoden in der Revision und Wirtschaftsprüfung (Audicon)
* 17.05.-18.05. Düsseldorf: Elektronischer Rechnungstag (Kongress Media)
* 19.05. Webinar: Erfolgreiches Data Retention Management (Audicon)
* 23.05.-24.05. Stuttgart: Fachtagung Digitale Datenanalyse (Datev)
* 30.05. Webinar: Datenanalyse in der Abschlussprüfung (Audicon)
* 30.05.-31.05. Hamburg: Fachtagung Digitale Datenanalyse (Datev)
* 31.05.-01.06. Berlin: PraxisForum Digitale Prozesse: GoBD und Prüfungen (Gisa)
* 27.06.-28.06. Raunheim: Fachtagung Digitale Datenanalyse (Datev)
* 05.07.-06.07. Dortmund: Fachtagung Digitale Datenanalyse (Datev)

Audicon: Data Retention Management - viel mehr als nur die GoBD! Der sichere und effiziente Umgang mit Ihren Daten

Sie möchten wissen, wie Sie als Unternehmen gesetzliche Aufbewahrungs- und Bereitstellungspflichten in Einklang mit unternehmensinternen Anforderungen bringen? Dann melden Sie sich für das kostenlose Audicon Webinar „Auslagern, Stilllegen, Archivieren: effizient und gesetzeskonform ans Ziel mit Data Retention Management“, das am 19.05.2017 in der Zeit von 11.00 bis 12.00 Uhr stattfindet, an. Erfahren Sie von den Referenten Steffen Ehnert, Projektleiter Abteilung SAP®-Infrastruktur bei der Talanx Service AG, und Simon Hofrichter, IT-Consultant bei der Audicon GmbH, wie die Talanx Service AG zusammen mit Audicon ein erfolgreiches Data Retention Management umgesetzt hat.

DATEV: Fachtagung Digitale Datenanalyse 2017

Von Mai bis Juli dreht sich bundeweit alles um die Themen Kassenprüfung, GoBD, ersetzendes Scannen, Verfahrensdokumentation und digitale Datenanalyse. Verpassen Sie diese Veranstaltung nicht. Hochkarätige Experten stehen Ihnen mit ihrem Fachwissen zur Seite. In der aktuellen Veranstaltungsreihe lernen Sie neue Referenten, neue Sichtweisen und neue Ideen kennen.

Data Migration: JiVS History – sichere Datenarchivierung mit einfachem Zugriff

Sie benötigen keine Altsysteme, um auf Ihre Altdaten intelligenten Zugriff zu haben! JiVS History ist das Archivierungstool, mit dem Unternehmensdaten z.B. nach einer Datenmigration historisiert werden. Die Historisierung, also Archivierung von Unternehmensdaten ist gesetzlich vorgeschrieben und zwingend erforderlich. Bis zu dreißig Jahre müssen Daten zur Verfügung stehen, wenn Produkthaftungsfragen zu klären sind oder Revisionen anstehen. JiVS History bietet die nötigen Werkzeuge, um von beliebigen Systemen alle Daten und Dokumente zu 100 % zu übernehmen. Darüberhinaus generiert JiVS History individuelle Ansichten (Views) und Auswertungen (Reports), Websites für den Browserzugriff sowie unterschiedliche Berechtigungen.

GISA: Zugriff auf Stammdaten und -änderungsbelege im SAP bei Prüfungen

Ende März hat SAP angekündigt, dass demnächst historische Stammdaten-Zustände aufrufbar sein sollen. Die Weiterentwicklung arbeitet mit Hilfe der Stammdatenänderungsbelege und wird zunächst via Z1 anwendbar sein, wenn noch nicht archiviert wurde. Wer auf eine Weiterentwicklung im Z3 gehofft hat, muss sich noch etwas gedulden. Nur die Anwender der Zusatzsoftware PBS-Archive-Addon sind hier bereits jetzt etwas besser gestellt. Mit PBS haben Sie die Möglichkeit, Stammdatenänderungsbelege auch zu extrahieren. Mehr Infos zum Thema bietet auch  das „GISA-PraxisForum Digitale Prozesse, GoBD und Prüfungen“ am Mi. 31.05. und Do. 01.06.2017.

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