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Newsletter Ausgabe 08-2004 vom 13.08.2004

Inhalt:

MAGAZIN

  • Editorial: Wo bleiben schlüssig GDPdU-Lösungen für KMUs?
  • Aus der Finanzverwaltung: Fragebogen an zu prüfende Unternehmen
  • Veranstaltung: KMU-Projekt des BMWA zur Optimierung der Aufbewahrungspflichten
  • Lösungen: Anbieter präsentieren sich auf der DMS-Expo
  • Diskussion: Dr. Ulrich Kampffmeyer entgegnet Peter Eller
  • Aus dem BMF: Ergebnis der steuerlichen Betriebsprüfung 2003
  • Veranstaltungen: Termine im August und September

MESSE

  • SER: SER gewinnt „Kräftemessen der DMS-Spezialisten"
  • Audicon: AIS TaxAudit 2004 R1 – neues Release verfügbar
  • HSP: HSP verschenkt Eintrittskarten für DMS-Expo
  • team.softworx ag: GDPdU-Vortrag auf DMS-Expo
  • Neuer Aussteller: Gisa GmbH
  • Neuer Aussteller: Audicon GmbH
  • Neuer Aussteller: team.softworx ag



Editorial: Wo bleiben schlüssig GDPdU-Lösungen für KMUs?

Der Steuerberater lehnt sich erleichtert zurück: die erste elektronische Betriebsprüfung bei seinem mittelständischen Mandanten ist problemlos gelaufen. Der Prüfer hat lediglich die Datev-Archiv-CD mit den Fibu-Daten angefordert. Er denkt: Es wird also doch alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Der durch die Prüfung GDPdU-sensibilisierte Unternehmer dagegen sinniert: Gerade noch einmal gut gegangen! Hätte der Prüfer auch auf die steuerlich relevanten Daten der Faktura, der Warenwirtschaft, der Reisekostenabrechnung, des Web-Shops und die Emails elektronisch zugreifen wollen, dann hätten wir dicke Probleme gehabt. Doch welche Lösungen bieten sich seinem Unternehmen? Die Kosten für ein richtiges Archivsystem sind annähernd genauso groß wie die Gesamtkosten aller im Unternehmen eingesetzten kaufmännischen Software: wirtschaftlich nicht tragbar! Die Daten aus einem halben Dutzend von Programmen verschiedenster Hersteller über Jahre hinweg in Eigenregie auf CD zuverlässig für alle Zugriffsarten vorhalten: da kann so manches schief gehen! Alternative Lösungen: Fehlanzeige. Der Unternehmer überlegt: So wie er die Buchführung zum Steuerberater hin outsourct, so würde er gerne auch die elektronische Aufbewahrung steuerlich relevanter Daten outsourcen, wirtschaftlich und risikolos. Zu einem Dienstleister, der regelmäßig alle aufbewahrungspflichtigen Daten bekommt, diese Daten technisch und kaufmännisch validiert und sie dann, wenn der Prüfer kommt, für alle drei Zugriffsarten zur Verfügung stellt.

Während konzeptionell ausgereifte und wirtschaftliche GDPdU-Lösungen für große Unternehmen inzwischen immer mehr angeboten werden, wie ein Blick in den Messebereich des Forums zeigt, sind GDPdU-Lösungen für KMUs zur Zeit immer noch nur partielle Lösungen für einzelne kaufmännische Programme. Das Unternehmen braucht aber eine Gesamtlösung für alle seine eingesetzte Software. Die Nachfrage danach war bisher wohl zu gering. Einer der Gründe dafür: Die Steuerberater mit ihrer partiellen Problemsicht haben ihre Mandantenunternehmen bisher nicht oder nur unzureichend auf eine GDPdU-Gesamtlösung vorbereitet. Wann endlich kommt auch Bewegung in den Markt für schlüssige GDPdU-Lösungen für KMUs?

Ein Tipp zum Schluss: Vielleicht nutzt das eine oder andere KMU den AWV-Workshop (siehe unten) als Plattform, um über seine Erfahrungen im Kontext der GDPdU zu berichten und seine Forderungen gegenüber der Finanzverwaltung zu vertreten.

Ihr Gerhard Schmidt


Aus der Finanzverwaltung: Fragebogen an zu prüfende Unternehmen

Dem "Forum Elektronische Steuerprüfung" wurde die Kopie eines Formulars bekannt, welches so oder in ähnlicher Form von Betriebsprüfern an die zu prüfenden Steuerpflichtigen zur Vorbereitung einer elektronischen Betriebsprüfung verschickt wird. Jedes Unternehmen sollte sich mit dem Inhalt des Formulars vertraut machen und überprüfen, in wie weit es derartige Fragen beantworten kann. Dabei sollte bedacht werden, dass diese Fragen unter Umständen erst in vielen Jahren für einen dann deutlich zurückliegenden Prüfungszeitraum beantwortet werden müssen. Ohne dass die Antworten auf diese Fragen bereits heute dokumentiert werden, ist es später oft nicht möglich, korrekte Angaben zu machen.

Veranstaltung: KMU-Projekt des BMWA zur Optimierung der Aufbewahrungspflichten

Die AWV (Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V.) bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Rahmen eines kostenlosen Workshops am 28.09.2004 die Gelegenheit, die Praxisprobleme der KMU bei der Aufbewahrung digitaler Unterlagen (nach Handels- und Steuerrecht) in ein Projekt des Bundeswirtschaftsministeriums einzubringen. Zweck des Forschungsvorhabens ist die Optimierung der Aufbewahrungspflichten kleiner und mittelständischer Unternehmen. Ziel ist es, Unsicherheiten bei der Aufbewahrung digitaler Unterlagen in der Praxis aufzudecken und durch konkrete Verbesserungsvorschläge zu beseitigen. Hierbei sollen die als notwendig angesehenen Aufbewahrungspflichten für digitale Unterlagen für kleine und mittelständische Unternehmen mit möglichst geringen Belastungen verbunden werden.

Lösungen: Anbieter präsentieren sich auf der DMS-Expo

Die DMS 2004, Europas führende Fachmesse und -konferenz für Enterprise Content- und Dokumentenmanagement, findet vom 7. bis 9. September in Essen statt. Fast 300 Aussteller repräsentieren das gesamte Marktspektrum an Lösungen und Dienstleistungen zum Thema Digital Management Solutions, darunter auch GDPdU-Lösungen. Die parallel zur Messe stattfindende DMS-Konferenz gibt u.a. konkrete Hilfestellung zur digitalen Betriebsprüfung. So setzt sich Regierungsdirektor a. D. Herbert Zwank in seiner Keynote mit den verschiedenen Aspekten der GDPdU und Sanktionen bei Verletzung der Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen auseinander. Die sichere Email-Archivierung und die Identifikation steuerlich relevanter Daten sind weitere Vortragsthemen.

Diskussion: Dr. Ulrich Kampffmeyer entgegnet Peter Eller

Peter Eller kritisiert in seinem Beitrag „Die Grenzen der digitalen Betriebsprüfung" (siehe letzter Newsletter) die Autoren Ulrich Kampffmeyer und Stefan Groß. Sie würden in ihrem Artikel für die Computerwoche vom November 2003 die technische Lösung des Archivierungsproblems in den Vordergrund stellen und dabei die entscheidenden Vorfragen vernachlässigen, inwieweit die digitale Betriebsprüfung überhaupt in den Betrieb eingreifen darf. Ulrich Kampffmeyer setzt sich mit der Kritik Ellers auseinander und unterstreicht, worum es ihm und Groß im Kern geht: Das Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung der Auswertbarkeit von steuerrelevanten Daten über einen langen Zeitraum.

Aus dem BMF: Ergebnis der steuerlichen Betriebsprüfung 2003

Nach den statistischen Aufzeichnungen der obersten Finanzbehörden der Länder haben die Betriebsprüfungen im Jahr 2003 zu Mehrsteuern von mehr als 14 Mrd. Euro geführt. Es handelt sich um Ergebnisse von Prüfungen bei gewerblichen Unternehmen, freiberuflich Tätigen, land- und forstwirtschaftlichen Betrieben aller Größenordnungen sowie bei Bauherrengemeinschaften und sonstigen Steuerpflichtigen. Ergebnisse der Lohnsteueraußenprüfung, der Umsatzsteuer-Sonderprüfung und der Steuerfahndungsdienste sind in diesen Mehrergebnissen nicht enthalten.

Veranstaltungen: Termine im August und September

Im August und September finden Veranstaltungen zu Themen der elektronischen Steuerprüfung statt in Essen, München und Frankfurt. Veranstalter sind Advanstar, HSP und AWV.

SER: SER gewinnt „Kräftemessen der DMS-Spezialisten"

SER ist der eindeutige Sieger im Kräftemessen der DMS-Anbieter. Ausgerichtet wurde der Wettkampf vom renommierten Research Institut BARC (Business Application Research Center) und der Zeitschrift Computerwoche in drei Städten. Bei allen drei Tagungen schnitt die SER in allen Disziplinen jeweils mit den Bestnoten ab. Die Live-Präsentation der DOXiS iECM-Suite 2005 überzeugte das fachkundige Auditorium, das SER mit der Gesamtnote 1,77 bewertete. Die Durchschnittsbewertung, über alle teilnehmenden DMS-Anbieter gerechnet, lag nur bei 2,47. Acht Softwareanbieter für Dokumenten-Management und Archivierung stellten sich dem fachkundigen Publikum mit einer jeweils 40-minütigen Wettbewerbspräsentation mit Live-Demo und Präsentation ihrer Systeme.

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Audicon: AIS TaxAudit 2004 R1 – neues Release verfügbar

Mit AIS TaxAudit 2004 R1 liefert Audicon die zweite Version der erfolgreichen Software für die Betriebsprüfungssimulation nach den GDPdU. Mit der neuen Version von AIS TaxAudit wird die Anwendung nochmals deutlich vereinfacht und ermöglicht dem Unternehmen noch schnellere Ergebnisse über mögliche Fehler in seinen steuerlichen Daten.

HSP: HSP verschenkt Eintrittskarten für DMS-Expo

Wenn Sie herausfinden wollen, wie Sie archivierte Daten problemlos jederzeit revisionssicher vorhalten können und welche bislang unerschöpften Kosteneinsparungspotentiale und Wettbewerbsvorteile außerdem in Ihrem Unternehmen realisiert werden können, lädt Sie HSP herzlich ein: Besuchen Sie HSP vom 07. bis 09. September 2004 auf der DMS-Expo in Essen. Sie erhalten von HSP dafür bis zu 2 kostenlose Eintrittskarten im Wert von 130,- EUR.

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team.softworx ag: GDPdU-Vortrag auf DMS-Expo

In einem gemeinsamen Vortrag auf der DMS-Expo referieren Eva Storch, Rechtsanwältin und Steuerberaterin und Teja Laude, Vorstand der team.softworx ag zum Thema Identifizierung der steuerlich relevanten Daten gemäß GDPdU - eine ganzheitliche Klärung der Frage, welche Daten steuerlich relevant und an welcher Stelle des EDV-Systems sie vorhanden sind. Die Veranstaltung findet am 09.09.2004 von 16.00 - 16.45 Uhr statt. Inhalt: Steuerliche Sicht, datentechnische und Prozessablaufsicht, Zusammenfassung.



Neuer Aussteller: Gisa GmbH

Die GISA GmbH aus Halle, ein IT-Komplettdienstleister mit dem Schwerpunkt Systemintegration präsentiert eine umfangreiche Angebotspalette rund um die GDPdU: eigenes GISA-GDPdU-Competence-Center - Mitarbeit in wichtigen GDPdU-Arbeitskreisen (z.B. DSAG) - GDPdU-Projekterfahrungen - GDPdU-Projektbegleitung und –coaching - SAP-Datenextraktion "on Demand" (DART- Alternative mit Mehrwerten) - GISA ist AUDICON- und PBS-Partner - der GISA GDPdU-Konverter beschreibt Daten nach XML-Beschreibungsstandard - Spezialisierung auf Lösungen, die nicht nur GDPdU-Anforderungen erfüllen, sondern auch Mehrwerte für das Unternehmen schaffen - Lösungsszenarien zur Optimierung der SAP Datenarchivierung

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Neuer Aussteller: Audicon GmbH

Audicon ist ein führender Anbieter von Software für Analyse, Prüfung, Reporting und Überwachung von Daten für Unternehmen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Seit 2002 stellt Audicon mit "CaseWare IDEA" die offizielle Software für die elektronische Prüfung (GDPdU) durch die Finanzverwaltung. Unternehmen können mit den GDPdU-Lösungen von Audicon eine bevorstehende digitale Prüfung simulieren und Fehler schon im Vorfeld ermitteln und beseitigen. So sind sie optimal auf die digitale Betriebsprüfung vorbereitet. Mit AIS TaxMart stellt Audicon eine Lösung für die elektronische Speicherung, Bereitstellung und Analyse steuerrelevanter Daten zur Verfügung. Damit können Unternehmen die Anforderungen der Finanzverwaltung unabhängig vom eingesetzten ERP-System erfüllen.

Neuer Aussteller: team.softworx ag

Die team.softworx ag beschäftigt sich seit nunmehr 6 Jahren als produkt- und herstellerunabhängiges Beratungsunternehmen mit der Implementierung und Optimierung kaufmännischer Standardlösungen (ERP-Systeme). Da eine ganzheitliche GDPdU-Beratung weder mit Informatikwissen und ERP-Knowhow noch mit Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungswissen allein geleistet werden kann, arbeitet team.softworx bei GDPdU-Projekten interprofessionell mit den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Kunden zusammen, um das Wissen des steuerberatenden Berufsstandes mit der Kenntnis der ERP-Systemwelt zu verbinden und aus dualer Sicht den Kunden das Nutzenpotential jenseits der bloßen Erfüllung der Gesetzesvorlage zu erschließen.

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