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Eigentlich müsste das Thema GDPdU inzwischen ja abgehakt sein

Editorial des Email-Newsletters 1-2007 vom 19.01.2007

Gerhard Schmidt

Gemessen an den üblichen IT-Investitionszyklen müsste das Thema GDPdU, fünf Jahre nach deren Inkrafttreten, eigentlich „durch“ sein. Die Unternehmen hatten reichlich Zeit für ein GDPdU-Projekt. Eine GoBS-Lösung als dessen Ausgangspunkt sollten sie ja schon viele Jahre zuvor realisiert haben. Doch die Mehrzahl der Unternehmen hat sich offenbar immer noch nicht seriös mit der Problematik der elektronischen Steuerprüfung auseinandergesetzt, wie Umfragen – auch aus jüngster Zeit – regelmäßig belegen. Der Übergang von der konventionellen in die elektronische Geschäftswelt scheint doch nicht so flott und reibungslos zu funktionieren, wie von den Betroffenen und Beteiligten gefordert bzw. erhofft: Die Außenprüfer brauchen Jahre, bis sie mit ihrer Prüfsoftware in die Gänge kommen. Die Steuerberater halten sich solange zurück, bis die Prüfer elektronisch Ernst machen. Die Unternehmen zögern, weil sie erkennen, wie teuer die Maßnahmen für den Datenzugriff durch den Fiskus sein können. Dass es auf diesem Hintergrund leicht zu Auseinandersetzungen zwischen der Finanzverwaltung und dem steuerzahlenden Unternehmen kommt, insbesondere dann, wenn forsche, IDEA-fitte Prüfer auf reservierte Unternehmen treffen, liegt auf der Hand. Dass diese Konflikte immer öfter vor den Finanzgerichten landen, ebenso. Deren Urteile zur elektronischen Steuerprüfung werden immer zahlreicher und auch interessanter, denn sie versuchen nun auszuloten, wo die Finanzverwaltung über das Ziel hinaus schießt und woran für die Unternehmen kein Weg vorbei führt. Als weitere erfreuliche Entwicklung zeichnet sich ab, dass die Unternehmen allmählich erkennen, dass und wie die Themen Compliance und Governance miteinander zusammenhängen. Dann erscheinen die Compliance-Anforderungen, wie sie in den GDPdU stecken, plötzlich in einem anderen Licht und es wird deutlich, welcher Nutzen für das Unternehmen sich im Kontext eines GDPdU-Projektes erschließen lässt. Das Thema GDPdU verspricht also auch in den nächsten Jahren spannend zu bleiben.

Ihr Gerhard Schmidt

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