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Vier Jahre GDPdU

Editorial des Email-Newsletters 08-2005 vom 12.08.2005

Gerhard Schmidt

Haben Sie es bemerkt? Die GDPdU feierten kürzlich, am 16. Juli ihren vierten Geburtstag! Anlass für einen kleinen Rückblick. Nach einer ersten emotionalen Phase bei den betroffenen Unternehmen und den Lösungsanbietern, die sich ein schnelles Geschäft versprachen, kehrte allmählich Sachlichkeit in die Diskussion ein. Dabei zeigte sich immer deutlicher, wie unerwartet komplex die Lösungsproblematik ist. Es reicht eben nicht, bestimmte Daten (die steuerlich relevanten) aus einigen Systemen zu exportieren und elektronisch aufzubewahren. Eine GDPdU-Lösung kann die IT-Architektur und das IT-Management im Unternehmen im Fundament erschüttern. Wirtschaftlich sinnvolle, doch grundsätzlich neue Lösungen wie ein Enterprise-Content-Management-System im Unternehmen einzuführen, Lösungen, die dann auch die GDPdU-Anforderungen abdecken, braucht seine Zeit. Und so beginnt erst jetzt, nach vier Jahren, das Geschäft für die Lösungsanbieter interessant zu werden. Weitgehender Stillstand herrscht dagegen nach wie vor bei der Mehrzahl der Steuerberater. Viele ihrer Mandanten werden das in einigen Jahren bei Außenprüfungen zu spüren bekommen. Und die Finanzverwaltung? Sie zeigte sich in ihren offiziellen Verlautbarungen äußerst unbeweglich. Daneben merkt sie zunehmend, dass es mit dem Erwerb von Lizenzen für Prüfsoftware nicht getan ist. Das gesamte Prüfsystem (Software, Hardware, Vernetzung, Schulung, Administration etc.) nach IT-Standards zu betreiben, wie sie etwa durch die GoBS für die Buchführungssysteme der Unternehmen vorgeschrieben sind, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. So ist die Finanzverwaltung bei ihrer IT mit den selben finanziellen, technischen und administrativen Widrigkeiten konfrontiert, wie die Unternehmen auch. Der Teufel steckt – so die Erkenntnis von heute – bei der Umsetzung und Anwendung der elektronischen Steuerprüfung für alle Betroffenen und Beteiligten im Detail. Und so wird uns das Thema GDPdU noch viele weitere Jahre beschäftigen.

Ihr Gerhard Schmidt

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