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Die Diskussion wird tiefgründiger

Editorial des Email-Newsletters 07-2004 vom 9.07.2004

Gerhard Schmidt

Die elektronische Steuerprüfung ist eine Thematik mit besonderer Komplexität. Noch haben die Betroffenen und Beteiligten - also die Unternehmen und deren steuerliche Berater, die IT-Anbieter und die Finanzverwaltung - die Komplexität längst nicht im Griff. Die reflexartig ablehnenden Reaktionen der Betroffenen zu Beginn sind inzwischen einer differenzierteren Auseinandersetzung mit der facettenreichen Problematik gewichen, wie die Beiträge dieses Newsletters zeigen. So kritisiert Siegfried Mack, dass die GoBS in der vorliegenden Form für das normale Unternehmen nicht handhabbar sind - und macht konkrete Vorschläge für eine Neufassung. Denn: "Eine gesetzliche Vorschrift macht nur dann Sinn, wenn der Betroffene sie versteht und auf seine konkrete Situation anwenden kann." Roger Odenthal identifiziert Problembereiche, die er aus Erfahrungen bei der Anwendung der neuen Prüftechnik gewonnenen hat und kommt zu dem Schluss: "Die Bereitschaft, sich mit den konkreten Problemen sowohl der Betriebsprüfung, als auch der zu prüfenden Unternehmen auseinander zu setzen, konkrete Lösungsmöglichkeiten zu suchen sowie von Maximalpositionen abzurücken, dürfte hiernach wesentlich zu einer friktionsfreien Abwicklung der digitalen Außenprüfung beitragen." Peter Eller schließlich mahnt, neben den steuerrechtlichen und technischen Aspekten den rechtspolitischen nicht zu vergessen: "Es geht nicht darum, Archivierungs-, Dokumentenmanagement- und elektronische Aufbewahrungspflichten aufzublähen, sondern den Freiraum des Bürgers gegen übermäßige Eingriffe der Finanzverwaltung zu verteidigen." Drei unterschiedliche Perspektiven auf einen Themenkomplex, die sich letztlich wechselseitig ergänzen. Drei Beiträge, die den Leitlinien des "Forum Elektronische Steuerprüfung" folgen: tiefgründig - kritisch - konstruktiv.

Ihr Gerhard Schmidt


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